Staatsanwalt Frederic Teillet gab Details zur Tötung des Buben bekannt

Elfjähriger Bub in Westfrankreich starb wegen Angelköder

Mittwoch, 27. Mai 2026 | 14:24 Uhr

Von: APA/dpa

Zwei Jugendliche haben im westfranzösischen Rennes einen Elfjährigen nach eigenen Angaben im Streit um Angelköder getötet. Der 16-Jährige und die 15-Jährige haben im Polizeigewahrsam gestanden, den Buben im Streit um die Köder im Wert von einigen Dutzend Euro erwürgt zu haben, wie Staatsanwalt Frédéric Teillet am Mittwoch in Rennes mitteilte.

Im Verhör gaben sie demnach an, den Buben “aus Rache” getötet zu haben. Das Kind war am Sonntag mit einem sehr fest um den Hals gebundenen nassen Badehandtuch leblos im Uferbereich eines Flusses in der Stadt in der Bretagne entdeckt worden. Den Aussagen der Jugendlichen zufolge hatten sie den Elfjährigen am Samstag beim Angeln kennengelernt und sich für den Sonntag erneut verabredet. Am Sonntag hätten sie entschieden, dem Buben mehrere Angelköder abzunehmen, die er ihnen gestohlen haben soll.

Der Elfjährige hatte seinen Eltern allerdings am Samstag erzählt, der 16-Jährige habe ihm die Angelköder geschenkt. Das Angelmaterial des Buben nahmen die Jugendlichen nach der Gewalttat mit zu sich nach Hause, wo die Polizei es bei einer Durchsuchung entdeckte. Die beiden geständigen Jugendlichen, die bisher polizeilich nicht in Erscheinung getreten sind, sollten dem Haftrichter vorgeführt werden, so der Staatsanwalt. Ermittelt wird bisher wegen vorsätzlicher Tötung eines Minderjährigen.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen