Bergsteiger-Legende äußert sich sehr emotional zu den Bildern aus dem Himalaya

Flutkatastrophe in Nepal: Reinhold Messner tief betroffen

Donnerstag, 27. August 2026 | 16:25 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Nepal/Tibet/Südtirol – Die verheerenden Bilder aus Nepal und Tibet haben auch Reinhold Messner tief getroffen. Der 81-jährige Südtiroler zeigte sich auf Instagram bestürzt über die Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und China.

“Die Bilder, die uns aus Nepal und Tibet erreichen, machen uns zutiefst traurig”, schrieb Messner. Angesichts einer solchen Tragödie rücke vieles, was im Alltag wichtig erscheine, plötzlich in den Hintergrund.

Besonders bewegt zeigt sich der Extrembergsteiger vom Leid der Menschen in Nepal. “Nepal ist ein Land, das so viele von uns mit Wärme, Freundlichkeit und einem herzlichen Namaste empfangen hat”, schrieb Messner. Das Land und der Himalaya sind eng mit seinem eigenen Leben verbunden: Nepal war Ausgangspunkt zahlreicher Expeditionen und Bergtouren des Südtirolers.

“Es ist herzzerreißend, dort so viel Leid zu sehen”, erklärte Messner. Seine Gedanken seien bei allen Menschen, die von der Katastrophe betroffen sind, bei den Familien, die Angehörige verloren haben, und bei jenen, die noch immer auf Nachrichten über ihre Verwandten und Freunde warten.

Messner bestieg im Laufe seiner Karriere alle 14 Achttausender und schrieb damit Alpingeschichte.

Seine besondere Verbindung zum Himalaya und zu Nepal prägt auch heute noch seine Sicht auf die Region. Mit seinem emotionalen Beitrag wolle er vor allem den Betroffenen sein Mitgefühl ausdrücken: “Wir sind bei euch.”

Caritas bittet Südtiroler Bevölkerung um Spenden

Nach der schweren Überschwemmung in der Grenzregion zwischen Nepal und Tibet stellt die Caritas Diözese Bozen-Brixen, die in engem Kontakt mit dem internationalen Caritas-Netzwerk steht, 5.000 Euro aus ihrem Katastrophenfonds für die ersten Nothilfemaßnahmen bereit und bittet auch die Südtiroler Bevölkerung um Spenden. “Viele Menschen werden noch vermisst. Es ist entscheidend, rasch und wirksam auf diese Notlage zu reagieren”, betont Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer.

Nach ersten Informationen hat die verheerende Überschwemmung in der Himalaya-Region an der Grenze zwischen Nepal und Tibet Hunderte Todesopfer und Verletzte gefordert. Tausende Familien sind betroffen, zahlreiche Menschen werden noch vermisst. Wassermassen, Schlamm und Geröll haben nahezu ohne Vorwarnung Häuser, Märkte, Straßen, Brücken und weitere lebenswichtige Infrastrukturen zerstört oder schwer beschädigt. Dadurch werden auch die laufenden Rettungs- und Hilfsmaßnahmen erheblich erschwert.

“Dank ihrer langjährigen Erfahrung und ihrer starken Präsenz vor Ort kann die Caritas Nepal schnell dort helfen, wo die Not am größten ist. Gemeinsam mit den lokalen Behörden und zahlreichen Freiwilligen leistet sie Nothilfe und koordiniert die Unterstützung für die betroffene Bevölkerung. Wir unterstützen diese Hilfe”, erklärt Sandra D’Onofrio vom Caritas-Dienst Internationale Zusammenarbeit. “Ziel ist es, Leben zu retten und den Menschen so rasch wie möglich das Nötigste zur Verfügung zu stellen, darunter Trinkwasser, Lebensmittel, Hygieneartikel, medizinische Versorgung und Notunterkünfte.”

Gespendet werden kann online über www.caritas.bz.it oder mittels Banküberweisung mit Angabe „Nepal“ als Verwendungszweck an folgende Spendenkonten der Caritas:

Raiffeisenkasse: IBAN: IT42F0349311600000300200018

Südtiroler Sparkasse: IBAN: IT17X0604511601000000110801

Volksbank: IBAN: IT12R0585611601050571000032

Intesa Sanpaolo: IBAN: IT18B0306911619000006000065

Bezirk: Bozen

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