Drei Quellen des Gestanks und mehrere Gegenmaßnahmen

Geruchsproblem im Süden von Meran: E-Nase soll helfen

Montag, 20. Juli 2026 | 09:15 Uhr

Von: luk

Meran – Mit einer Reihe neuer Maßnahmen will das Unternehmen Eco Center die anhaltenden Geruchsbelästigungen im Süden von Sinich reduzieren. Herzstück des Maßnahmenpakets ist eine sogenannte “elektronische Nase”, die ab Herbst Gerüche kontinuierlich überwachen und Auffälligkeiten frühzeitig erkennen soll.

Das Maßnahmenpaket wurde bei einem Treffen vorgestellt, zu dem der Präsident der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, Ulrich Gamper, in die Kläranlage Sinich eingeladen hatte. Nach Angaben von Eco Center wurden als Hauptquellen der Geruchsbelästigung die Kläranlage, die Grünkompostierung der Firma Erdbau sowie die Schlammbehandlungsanlage von Rem-Tec identifiziert.

Bereits umgesetzt wurde der Austausch der alten Biofilter gegen leistungsfähigere Filter aus Kokosfasern. Deren Wirkung wurde allerdings durch das Unwetter Ende Juni teilweise zunichtegemacht: Schlamm und Sand gelangten infolge einer Überlastung des Kanalsystems in die Kläranlage und machten Reinigungsarbeiten unter freiem Himmel erforderlich.

Zusätzlich soll künftig Klärschlamm vor dem Transport durch das Ortsgebiet von Sinich mit einem speziellen Neutralisierungsmittel besprüht werden, um Geruchsemissionen zu verringern. Eco Center bittet die Bevölkerung außerdem, außergewöhnliche Geruchsbelästigungen möglichst rasch direkt bei der Kläranlage zu melden.

Auch bei den weiteren beteiligten Betrieben laufen Verbesserungen: Die Kompostieranlage von Erdbau wird weiter überwacht, während Rem-Tec an einem neuen Abluftsystem arbeitet, das das unkontrollierte Austreten von Gerüchen verhindern soll. Ende Oktober plant Eco Center zudem einen Tag der offenen Tür für interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

Aktuell sind 3 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen