Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Ein Spaziergang, ein Treffen mit Freunden oder ein Vorsorgetermin können dazu beitragen, im Alter gesund und selbstständig zu bleiben. Mit solchen einfachen, aber gesundheitsfördernden Gewohnheiten kann man lange vor dem 65. Geburtstag beginnen, heißt es aus dem Gesundheitsressort des Landes.
“Gesund zu altern bedeutet nicht, möglichst lange jung zu bleiben. Es bedeutet, möglichst lange selbstständig, aktiv und am gesellschaftlichen Leben beteiligt zu sein”, betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner. Bewegung, ausgewogene Ernährung, soziale Kontakte und regelmäßige Vorsorge seien deshalb in jeder Lebensphase wichtig, unterstreicht Messner.
Wie aktuell das Thema ist, zeigen die ASTAT-Daten: 2024 waren 21,1 Prozent der Südtiroler Bevölkerung 65 Jahre oder älter. Gleichzeitig nimmt sportliche Aktivität im Alter ab. Von den Menschen ab 65 Jahren in Südtirol treiben nur 28 Prozent Sport. Weitere 34 Prozent der Älteren bewegen sich zumindest im Alltag. Das Gesundheitsressort rät deshalb, Bewegung fest in den Tagesablauf einzubauen. Sie stärkt Herz, Kreislauf, Muskeln und Knochen. Kraftübungen und Gleichgewichtsübungen helfen zudem, beweglich zu bleiben und Stürzen vorzubeugen. Tipps dazu liefert auch die Aktion “fit – beweg dich gesund” im Web unter: https://gesundheit.provinz.bz.it/de/fit.
Auch eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten, wenig stark verarbeitete Lebensmittel, Salz, Zucker und ungünstige Fette sowie ausreichend Flüssigkeit unterstützen die Gesundheit.
Ebenso wichtig sind laut Gesundheitsressort geistige Impulse und soziale Kontakte. Die Ausgangslage ist positiv: Der Index für psychische Gesundheit liegt in Südtirol bei 75, italienweit bei 68. Lesen, Neues lernen, Interessen pflegen und Zeit mit anderen verbringen fördern Wohlbefinden und Teilhabe.
Gesundheitsvorsorge beginnt damit, den eigenen Körper zu kennen. Veränderungen der körperlichen Leistungsfähigkeit, des Sehens, Hörens, Gedächtnisses oder Wohlbefindens sollten ernst genommen und bei Bedarf ärztlich abgeklärt werden. Dazu gehört laut Gesundheitsressort auch, sich über persönliche Gesundheitsrisiken zu informieren und empfohlene Vorsorgeangebote, Früherkennungsprogramme und Impfungen zu nutzen. “Wir dürfen Gesundheit nicht erst dann zum Thema machen, wenn wir krank sind. Es braucht auch Gesundheitsbewusstsein, Eigenverantwortung und die Bereitschaft, auf sich selbst zu achten” betont Messner.




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