Von: Sophia Molitor
Sirolo – Ein Anruf der Mutter bei der einheitlichen europäischen Notrufnummer in Bozen hat in der Nacht einen Rettungseinsatz am Monte Conero in den Marken ausgelöst. Ihr 19-jähriger Sohn österreichischer Herkunft war während einer Wanderung im Gebiet Valle Ombrosa oberhalb des Strandes “Spiaggia dei Forni” in Sirolo gestürzt und hatte die Orientierung verloren. Als es dunkel wurde, war der junge Mann telefonisch nicht mehr erreichbar. Von Bozen aus wurden daraufhin die Suchmaßnahmen in Sirolo koordiniert.
Wegen des unwegsamen Geländes kamen neben der Feuerwehr von Ancona und der Berg- und Höhlenrettung der Marken auch Drohnen zur Suche aus der Luft sowie ein Feuerwehrboot zum Einsatz.
Im Verlauf des Einsatzes konnten die Bodenteams der italienischen Berg- und Höhlenrettung CNSAS und der Feuerwehr den Vermissten gegen 1 Uhr nachts in einem Geröllfeld abseits des Wanderwegs ausfindig machen. Der 19-Jährige war in guter Verfassung, hatte sich jedoch verirrt. Er konnte selbstständig gehen und hatte lediglich leichte Schürfwunden erlitten.
Die Einsatzkräfte sicherten ihn mit einem Klettergurt und begleiteten ihn über den Geröllhang bis zum Gipfel des Monte Conero. Die Bergung dauerte rund eineinhalb Stunden. Anschließend wurde der junge Mann von medizinischem Personal untersucht, das keine Verletzungen oder gesundheitlichen Probleme feststellte. Ein Mitarbeiter des CNSAS begleitete ihn schließlich zurück zu dem Campingplatz, auf dem er seinen Urlaub verbringt.
Vor Ort waren neben der Bergrettung, der Feuerwehr und den über den Notruf 112 alarmierten Rettungskräften auch die Carabinieri im Einsatz.




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