Von: luk
Bozen – Nach einem heißen Sommertag haben am Samstagabend kräftige Gewitter weite Teile Südtirols erfasst und zahlreiche Feuerwehreinsätze ausgelöst. Besonders stark fielen die Unwetter im Unterland und Raum Bozen aus, aber auch einzelne Gemeinden im Eisacktal und im Schlerngebiet meldeten wetterbedingte Schäden.
Die Freiwilligen Feuerwehren rückten zu rund 50 Einsätzen aus. Die Alarmierungen betrafen unter anderem überflutete Keller und Tiefgaragen, Wassereintritte in Wohnhäuser, verlegte Kanäle, überflutete Straßen sowie umgestürzte Bäume. Zudem mussten mehrere Verkehrswege von Schlamm, Geröll und Ästen geräumt und Gefahrenstellen abgesichert werden.
Besonders stark traf das Unwetter die Gemeinden Leifers, Branzoll, Auer und Neumarkt. Dort gingen innerhalb kurzer Zeit große Regenmengen nieder, teilweise begleitet von Hagel und kräftigen Windböen. Laut Landesmeteorologe Dieter Peterlin wurden allein am Samstagabend rund 1.800 Blitze registriert – so viele wie bisher noch an keinem Tag des laufenden Jahres. Aus “X” zeigt Peterlin ein Foto von einem Blitzeinschlag bei der Leuchtenburg oberhalb des Kalterer Sees.
Das ist einer von über 1800 registrierten Blitzen von gestern Abend in Südtirol, der gewitterreichste Tag bisher in diesem Jahr. Weitere Gewitter werden folgen, denn der astronomische Sommer beginnt ja erst heute.
📷 Einschlag nahe der Leuchtenburg, Kalterer See pic.twitter.com/SLcuXjSQnM— Dieter Peterlin (@DieterPeterlin) June 21, 2026
Außergewöhnlich waren die Niederschlagsmengen in Auer: An der Wetterstation wurden knapp 60 Millimeter Regen gemessen. Davon fielen rund 40 Millimeter innerhalb von nur 20 Minuten. Nach Angaben des Wetterdienstes handelt es sich dabei um einen neuen Rekordwert für die Messstation.
Auch in Bozen sorgten starke Windböen für zahlreiche Einsätze. Äste wurden von Bäumen gerissen und verursachten Sachschäden. Größere Überschwemmungen wurden in der Landeshauptstadt jedoch nicht gemeldet.
Die Feuerwehren standen bis in die Nachtstunden im Einsatz, um die Folgen des Unwetters zu beseitigen und die Sicherheit wiederherzustellen. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.










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