Kontrollen der Finanzpolizei auch im Burggrafenamt und im Pustertal

Kampf gegen Schwarzarbeit: Hohe Strafen in Eisacktaler Hotels

Freitag, 28. August 2026 | 09:33 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen – Die Finanzpolizei hat in Südtirol gezielte Kontrollmaßnahmen gegen Schwarzarbeit und gegen unrechtmäßigen Bezug staatlicher Beihilfen umgesetzt. Die Bilanz: Im Zuge der Einsätze kamen erhebliche Unregelmäßigkeiten ans Tageslicht – unter anderem im Burggrafenamt, im Eisacktal und im Pustertal.

Die Finanzpolizei von Meran hat gemeinsam mit Inspektoren des nationalen Fürsorgeinstituts INPS im Bausektor im Burggrafenamt ein komplexes Betrugsnetzwerk aufgedeckt. Elf Arbeiter einer Baufirma erhielten offiziellen Unterlagen zufolge Arbeitslosenunterstützung, obwohl sie trotzdem auf einer Baustelle tätig waren.

Gegen die Arbeiter wurden Verwaltungsstrafen in Höhe von insgesamt mehr als 62.000 Euro verhängt. Damit konnte die Finanzpolizei rund 45.000 Euro sicherstellen, die als Beitrag vom Staat zur Verfügung gestellt worden waren. Drei Personen wurden außerdem bei der Bozner Staatsanwaltschaft angezeigt.

Im Eisacktal nahm die Finanzpolizei von Brixen den Gastgewerbesektor unter die Lupe. In zwei Hotelbetrieben wurden insgesamt fünf Schwarzarbeiter angetroffen. Vier von ihnen – Staatsangehörige aus Moldau – verfügten über keinerlei gültige Aufenthaltsgenehmigung. Den Arbeitgebern wurden Geldstrafen in Höhe von mehr als 46.000 Euro aufgebrummt. Für einen fünften Mitarbeiter aus Rumänien, der schwarz angestellt war, musste der Inhaber eines Gastbetriebs 3.900 Euro Strafe zahlen.

Für beide Unternehmen hat die Finanzpolizei außerdem die vorübergehende Aufhebung der Lizenz beantragt. Die Inhaber wurden bei der Staatsanwaltschaft wegen illegaler Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften angezeigt.

Im Pustertal hat die Finanzpolizei von Bruneck hingegen den Mitarbeiter eines Sportvereins ausgeforscht, der schwarz angestellt war und über keinen Arbeitsvertrag verfügte.

Bezirk: Burggrafenamt, Eisacktal, Pustertal

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