Britische Studie verweist auf Halsband

Katzenkastration ist Tierschutz

Dienstag, 24. Februar 2026 | 07:00 Uhr

Von: mk

Eine einzige unkastrierte Freigängerkatze kann eine Kettenreaktion auslösen: unkontrollierte Vermehrung, mehr Streuner, mehr Tierleid und steigender Druck auf heimische Wildtiere. Zum Weltkastrationstag warnt der Österreichische Tierschutzverein: Rechtzeitige Kastration ist der Schlüssel, um Tierleid, überfüllte Tierheime und Schäden an der Natur zu verhindern.

Freigängerkatzen streifen neugierig durch Gärten, Felder und Wälder. Sie folgen dabei ihrem Instinkt und jagen, selbst wenn zuhause immer ein voller Futternapf wartet. Sie erbeuten leider nicht nur Mäuse, sondern auch Singvögel, Reptilien und Amphibien. Das hat ernste Folgen: Lokale Wildtierbestände geraten spürbar unter Druck, und gleichzeitig verschärft sich das Problem der Streunerkatzen.

Freigängerkatze: Ausgangspunkt jeder Streunerkatzen-Population

„Jede unkastrierte Katze mit Freigang kann zur Quelle hunderter Nachkommen werden – und damit zum Ausgangspunkt einer Streunerkatzen-Population“, warnt Tierexperte Alfred Kofler. „Wer seine Katze nicht kastriert, riskiert Tierleid, überfüllte Tierheime und eine wachsende Gefahr für heimische Wildtiere.“

Tausende Streuner kämpfen ums Überleben

Anlässlich des Weltkastrationstags am 24. Februar schlägt der Österreichische Tierschutzverein Alarm: Allein in Wien leben laut Schätzungen der Veterinärmedizinischen Universität Wien mindestens 5.000 herrenlose Katzen – viele davon krank, unterernährt und ohne Schutz vor Witterung oder Parasiten. Hauptursache des Problems: die unkontrollierte Vermehrung durch nicht kastrierte Freigängerkatzen.

Hunderte Nachkommen in wenigen Jahren

Streunerkatzen habenzwei bis drei Würfe pro Jahr mit drei bis sechs überlebenden Kätzchen pro Wurf, und Weibchen sind oft ab vier Monaten geschlechtsreif. Doch die Jungtiersterblichkeit liegt über 60 Prozent durch Krankheiten, Parasiten, Mangelernährung und Prädation. Damit erzeugt ein unkastriertes Katzenpaar in fünf Jahren hunderte Nachkommen, da Weibchen bereits ab sechs Monaten werfen.

Kastration ist aktiver Tierschutz

„Kastration ist aktiver, notwendiger Tierschutz“, weiß Alfred Kofler, Leiter der Tierpflege am Assisi-Hof in Stockerau. „Halter schützen damit ihre eigene Katze und gleichzeitig die Natur vor der Haustür.“ Das belegt auch eine Studie der Universität Leipzig: Langjährige Kastrationsprogramme stabilisieren die Population der Streuner messbar und verbessern gleichzeitig deren Gesundheitszustand.

Britische Studie: Halsband für Katzen schützt Vögel 

Streunerkatzen erlegen bis zu 100 Vögel jährlich (Amseln, Meisen), plus Frösche, Eidechsen und Insekten – ein ernsthaftes Problem für heimische Wildtiere. Und Freigänger verstärken dies, da der Jagdtrieb bleibt. Bunte Stoffbänder (ohne Glöckchen) senken Vogelopfer um 42 Prozent. Das ergab eine Studie der University of Exeter in Großbritannien.

Bezirk: Bozen

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