Letztes Gespräch

Laura Dahlmeier sprach kurz vor ihrem Tod mit Simon Messner

Donnerstag, 09. Juli 2026 | 16:58 Uhr

Von: mk

Laila Peak – Am 28. Juli jährt sich der tragische Bergtod von Laura Dahlmeier zum ersten Mal, die am Laila Peak in Pakistan ums Leben kam. Kurz zuvor hatte sie ausgerechnet mit einem Südtiroler telefoniert. Alpinist Simon Messner gewährt in der BR-Dokumentation “Simon Messner: Aus dem Schatten” einen bewegenden Einblick in die letzten Gespräche mit der ehemaligen Biathletin.

Dahlmeier verunglückte auf dem Laila Peak im Karakorum-Gebirge auf 5.700 Metern Höhe. Die zweifache Olympiasiegerin wurde beim Abseilen von einem Steinschlag getroffen. Sämtliche Bergungsversuche scheiterten aufgrund widriger Wetterumstände.

Dahlmeier hatte sich im Vorfeld an Simon Messner gewandt, um Informationen über den Laila Peak einzuholen – einen der anspruchsvollsten Gipfel der Welt, den der 36-Jährige zwei Jahre zuvor selbst bezwungen hatte. Der Laila Peak liegt unweit des K2 nahe der Grenze zu China. Lawinen und Unwetter stellen dort ein hohes Risiko für Bergsteiger dar.

“Ich habe mit ihr vorher auch mehrmals telefoniert, weil sie einen Berg versuchen wollte, den ich vor zwei Jahren erst bestiegen habe”, erklärt der Sohn von Bergsteiger-Legende Reinhold Messner in der Doku. Als ihn die Nachricht vom Unglück erreichte, reagierte er zutiefst erschüttert: “Es ist einfach nur überwältigend, das Gefühl, zuerst nichts zu wissen, und es ist halt wieder jemand, den man kennt.”

Simon Messner, der mittlerweile selbst Vater geworden ist, äußert sich in der Doku auch kritisch über das Extrembergsteigen. “Bergsteigen ist wahnsinnig egoistisch. Es kann sein, dass man nicht mehr zurückkommt. Mit Familie ist es ein Gedanke, der herzzerreißend ist”, erklärte der 36-Jährige.

Bezirk: Bozen

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