Von: mk
Bruneck/Ahornach – Nach dem tragischen Unfall am Mittwochvormittag, auf der Pusterer Staatsstraße bei Bruneck ein Kleinbus gegen mehrere Autos prallte, herrscht große Trauer im Pustertal. Der 21-jährige Matthias Kirchler aus Ahornach bei Sand in Taufers kam bei dem Unglück ums Leben.
Zehn weitere Personen trugen Verletzungen davon, die auf die Krankenhäuser von Bozen, Bruneck und Brixen aufgeteilt wurden.
Matthias Kirchler arbeitete für ein Unternehmen in Sand in Taufers und engagierte sich in seiner Freizeit bei den Schützen. Er galt als fleißig und freundlich. Die Nachricht seines Todes hat in seinem Heimatdorf und darüber hinaus tiefe Erschütterung hervorgerufen. Seine Familie ist fest im Dorf integriert und beteiligt sich ebenfalls aktiv im Vereinsleben. Die Eltern singen im Kirchenchor und auch der 21-Jährige selbst war lange Zeit bei der Musikkapelle.
Wie berichtet, hat sich der Unfall kurz nach 9.00 Uhr zwischen St. Lorenzen und dem Umfahrungstunnel ereignet. Im Bus saßen mehrere Touristen aus Italien. Drei Personen wurden schwerverletzt, drei weitere erlitten mittelschwere Verletzungen und vier Personen kamen mit leichten Verletzungen davon. Auch ein dritter Pkw soll in den Unfall verwickelt gewesen sein, dessen Insassen – zwei Touristen aus Deutschland – glücklicherweise jedoch nur leicht verletzt wurden.
Im Einsatz war ein Großaufgebot an Rettungskräften, denen sich ein erschreckendes Schadensbild offenbarte. Um die Verletzten kümmerten sich der Notarzt, das Weiße Kreuz sowie die Teams der Notarzthubschrauber Pelikan 1 und 2.
Einer der Schwerverletzen, der aus Pescara stammt, wurde mit den beiden anderen ins Bozner Krankenhaus geflogen und auf die Intensivstation gebracht.
Ebenfalls vor Ort waren die Freiwilligen Feuerwehren von Bruneck, St. Lorenzen und Percha. Die Wehrleute sicherten die Unfallstelle ab, unterstützten die medizinische Versorgung der zahlreichen Verletzten und führten die technischen Rettungsmaßnahmen durch.
Matthias Kirchler war mit dem Firmenwagen vom Typ Fiat Doblò von Bruneck nach St. Lorenzen unterwegs. Einer ersten Rekonstruktion der Straßenpolizei zufolge befand sich sein Wagen zum Zeitpunkt des Unfalls auf der entgegengesetzten Spur, berichtet die Zeitung Alto Adige. Wie es dazu kam, ist nach wie Gegenstand der Ermittlungen zur Unfallursache.
Dann folgte der fatale Zusammenstoß mit dem Minibus mit acht Sitzplätzen, der in Richtung Innichen unterwegs war. Durch den heftigen Aufprall geriet der Bus seinerseits auf die Gegenfahrbahn. Ein weiterer Pkw, der in derselben Richtung wie Matthias Kirchler unterwegs, konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen.
Zum Unfall wird es eine gerichtliche Untersuchung geben. Die Erhebungen zum genauen Unfallhergang – einschließlich der Verfassung der beteiligten Lenker und dem Zustand der Fahrzeuge zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes – führt die Straßenpolizei durch.
Um die Räumung der Unfallstelle zu ermöglichen, haben die Carabinieri den Straßenabschnitt gesperrt und den Verkehr über das Stadtgebiet vom Bruneck sowie den Nordring umgeleitet. Dies hatte Auswirkungen auf den Verkehr.




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