Weißes Kreuz steht vor dem größten Sanitätsdienst seiner Geschichte

Mit Vollgas Richtung Olympia

Mittwoch, 21. Januar 2026 | 10:12 Uhr

Von: mk

Antholz/Cortina d’Ampezzo – Die Vorbereitung für die Olympischen Winterspiele 2026 in Antholz und Cortina d’Ampezzo laufen auf Hochtouren. Für das Weiße Kreuz bedeutet diese Großveranstaltung eine besondere organisatorische, personelle und logistische Herausforderung. In der Geschichte des Vereins hat es noch keinen vergleichbaren Sanitätsdienst in dieser Größenordnung gegeben.

Erfahrung trifft auf neue Herausforderungen

„Wir blicken den Olympischen Winterspielen mit der nötigen Ruhe, aber auch mit größtem Respekt entgegen“ berichtet Alexander Schmid, der Präsident des Weißen Kreuzes. „Wir konnten in den vergangenen Jahren insbesondere im Biathlonzentrum Antholz wertvolle Erfahrungen, auf die wir jetzt zurückgreifen können“. Deutlich komplexer gestaltet sich hingegen der Sanitätsdienst in Cortina, wo mehrere unterschiedliche Wettkämpfe betreut und größere logistische Herausforderungen bewältigt werden müssen.

„Wir sind gut für Olympia gerüstet“ beteuert Direktor Ivo Bonamico. „Wir haben starke Partner an unserer Seite und nicht zuletzt durch die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb können wir einen professionellen Ablauf und die bestmögliche Versorgung von Patienten garantieren.“

Großeinsatz an Spitzentagen

An den Wettkampftagen werden insgesamt 53 Sanitäterinnen und Sanitäter des Weißen Kreuzes mit neun Einsatzfahrzeuge gleichzeitig im Dienst stehen. Für die Organisation und Koordination des Personals wurde eigens ein Führungsstab eingerichtet. Zudem steht an den Renntagen ein Einsatzstab vor Ort zur Verfügung, der operative Anliegen regelt und eine schnelle Entscheidungsfindung vor Ort sicherstellt.

Sanitätsdienst bei den Wettkämpfen in Antholz

Im Biathlonzentrum Antholz selbst stehen an Trainingstagen mindestens acht Sanitäter und zwei Rettungsfahrzeuge im Dient. An den Renntagen wird das Team auf 26 Sanitäter und insgesamt vier Fahrzeuge aufgestockt. Auch wird in Niederrasen eine zusätzliche temporäre Rettungswache in Betrieb genommen, die die bestehenden Rettungsstrukturen ergänzt und rund um die Uhr mit einem Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug sowie einem zusätzlichen Krankentransportwagen besetzt ist. Unterstützt wird sie von einem weiteren Fahrzeug, welches zwölf Stunden im Einsatz ist und in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz abgedeckt wird.

Bezirk: Pustertal

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