Von: mk
St. Ulrich – Vom 28-jährigen Austauschstudenten Huang Peng aus China fehlt nach wie vor jede Spur. Der junge Mann, der für einige Tage in den Dolomiten Urlaub machen wollte, wird bekanntlich seit 20. Jänner vermisst.
Der 28-Jährige, der große Begeisterung für die Berge hegt, absolviert eine Austauschsemester an der Universität in Viterbo und kam am 19. Jänner in St. Ulrich in Gröden an. Von dort aus wollte er mehrere Ausflüge im Grödner Tal und in Villnöß unternehmen.
Am 20. Jänner wurde er noch am Morgen im Hotel gesehen, das er gebucht hatte, als er das Frühstück zu sich nahm. Seit er darauf die Unterkunft verlassen hat, fehlt von ihm jede Spur.
Bereits am kommenden Tag war die Abreise geplant. Weil der 28-Jährige nicht ins Hotel zurückgekehrt war und nicht ordnungsgemäß ausgecheckt hatte, wandte sich der Inhaber des Betriebs an die Ordnungshüter.
In der Folge wurde bei den Carabinieri in St. Ulrich, in Villnöß und in Brixen sowie bei der Quästur eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Auch die Universität in Viterbo hat die verlängerte Abwesenheit des Studenten gemeldet.
Der Fall hat offensichtlich auch Lokalpolitiker Massimo Bessone berührt. „In meiner Eigenschaft als ehemaliger Landesrat und als Mensch, dem das Wohl aller Südtiroler sowie unserer ausländischen Mitbürger schon immer am Herzen lag, wende ich mich mit einem dringenden Aufruf an die Öffentlichkeit: Bitte helfen Sie uns bei der Suche nach einem jungen Mann, der in St. Ulrich verschwunden ist“, schreibt Bessone in einer Aussendung.
Am Dienstag führte Bessone mit Jiany Xia, dem Vertreter der chinesischen Community in Südtirol, sowie mit der Schwester von Huang Peng und weiteren Angehörigen, die eigens aus China angereist sind, einen Lokalaugenschein durch. Gleichzeitig wurde Kontakt mit den Behörden aufgenommen. Im Hotelzimmer in St. Ulrich hat der Student vor seinem Verschwinden viele seiner persönlichen Gegenstände zurückgelassen. Dies könnte darauf hindeuten, dass er nicht geplant hatte, unterzutauchen.
„Die Zusammenarbeit mit den Ordnungskräften verläuft sehr kooperativ, wofür ich mich ausdrücklich bedanken möchte. Leider gibt es zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch keine sachdienlichen Hinweise“, erklärt Bessone. Die Familie sei durch das Verschwinden des 28-Jährigen sehr mitgenommen.
Bessone lanciert einen Appell an die Bevölkerung und bittet darum, nützliche Hinweise an die Ordnungshüter zu melden.




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