Rund 100 Verdächtige im Visier

Nach Protesten: Durchsuchungen auch in Bozen

Freitag, 23. Oktober 2026 | 15:29 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Auch in Bozen hat die Polizei im Rahmen einer groß angelegten Aktion Hausdurchsuchungen durchgeführt. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit den schweren Ausschreitungen bei Demonstrationen am 17. und 18. Oktober. Insgesamt wurden in 18 italienischen Städten rund 100 Personen ins Visier der Ermittlungen genommen, darunter 51 Minderjährige.

Die Einsätze wurden von den Abteilungen der Digos, der italienischen Polizeiabteilung für allgemeine Ermittlungen und Sondereinsätze, durchgeführt – teils im Auftrag der Justizbehörden, teils aus eigener Initiative. Bei den betroffenen Personen fanden Haus- und Leibesdurchsuchungen statt. Ziel der Ermittlungen ist es, die jeweiligen Rollen der Beteiligten bei den Ausschreitungen zu klären.

Neben Bozen waren auch Arezzo, Bari, Bergamo, Bologna, Como, Florenz, Genua, Lodi, Neapel, Pescara, Padua, Cremona, Verbania, Aosta, Monza, Varese und Verona von den Maßnahmen betroffen.

Wie viele Personen in Bozen durchsucht wurden und ob dabei Beweismittel sichergestellt wurden, ist bislang nicht bekannt. Die Zahl von rund 100 Betroffenen, darunter 51 Minderjährige, bezieht sich auf die landesweite Aktion.

Bezirk: Bozen

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