Von: mk
Bozen – Nach den Eisheiligen setzt pünktlich die Schafskälte ein. Das Wetter scheint sich heuer strikt an die Regeln im Bauernkalender zu halten.
„Die Kaltfront kam über Nacht und zieht am Vormittag wieder Richtung Osten ab“ schrieb Landesmeteorologe Dieter Peterlin auf der Plattform X. Den meisten Regen gab es von Ulten bis Passeier und Ridnaun mit 20 bis 30 Millimetern, im restlichen Land erreichte der Niederschlag meist fünf bis zehn Millimeter pro Quadratmeter.
Aber auch der Schnee ist zurück, am Alpenhauptkamm schneite es bis knapp unter 2000 Metern Höhe – ein typisches Merkmal der sogenannten Schafskälte.
„Diese Kaltlufteinbrüche im Juni sind keine Seltenheit, weshalb sie auch als ‘Schafskälte’ bezeichnet werden“, erklärt Landesmeteorologe Dieter Peterlin laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa. Früher war ein solcher Temperatursturz im Juni nämlich gefährlich für die frisch geschorenen Schafe.
„Genau wie die Eisheiligen Mitte Mai halten sich diese Kälteeinbrüche an kein festes Datum, sondern kommen mal früher, mal später und mal gar nicht. In diesem Jahr waren sowohl die Eisheiligen als auch die Schafskälte zufällig pünktlich“, betont Peterlin.
In den kommenden Tagen werden die Temperaturen wieder steigen, ab Sonntag werden knapp 30 Grad erreicht, doch eine neue afrikanische Hitzewelle ist derzeit nicht in Sicht. Vorerst bleibt der Juni im langjährigen Durchschnitt.




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