Tausende Strafen für Schwarzfahrer

Sasa verzeichnet 93 Unfälle in einem Jahr

Sonntag, 07. Juni 2026 | 09:43 Uhr

Von: luk

Bozen – Die Verkehrsgesellschaft Sasa hat im Jahr 2025 insgesamt 93 Verkehrsunfälle im Stadt- und Überlandverkehr verzeichnet. Das geht aus einer Antwort von Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider auf eine Landtagsanfrage des Team K hervor.

Demnach umfasst die Sasa-Flotte derzeit 369 Busse. Davon sind 225 bereits mit Schutzkabinen für die Fahrer ausgestattet, weitere 30 sollen im kommenden Jahr nachgerüstet werden. Noch immer verkehren allerdings 144 Busse ohne entsprechende Trennwände zum Schutz vor verbalen oder körperlichen Übergriffen.

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Fahrer liegt bei lediglich fünf Jahren. Dies lasse jedoch keine direkten Rückschlüsse auf die tatsächliche Fahrpraxis der einzelnen Mitarbeiter zu, betont das Mobilitätsressort.

Auch die sogenannten Leerfahrten – also Fahrten ohne Fahrgäste etwa zwischen Depot und Linienstart – standen im Fokus der Anfrage. Ihr Anteil liegt laut Landesregierung bei rund elf Prozent und damit im unteren Bereich vergleichbarer Verkehrsbetriebe in Italien.

Intensiv kontrolliert wird zudem die Ticketpflicht: Im vergangenen Jahr überprüften Kontrolleure auf 92.814 Fahrten die Fahrscheine der Passagiere. Dabei wurden 3.367 Strafen verhängt. Die Einnahmen aus den Bußgeldern beliefen sich auf knapp 146.000 Euro. Seit November 2024 wurde die Strafe für Schwarzfahren auf Anordnung des Landes von 60 auf 180 Euro verdreifacht.

Thema der Anfrage waren zudem Verzögerungen bei der Erneuerung der Fahrerqualifikationsnachweise. Laut Alfreider seien diese vor allem auf einen Rückstau nach den während der Corona-Pandemie gewährten Fristverlängerungen zurückzuführen. Die Situation normalisiere sich inzwischen wieder.

Die Sasa betreibt die Buslinien in Bozen und weiteren Gemeinden wie Meran und Leifers.

Bezirk: Bozen

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