Von: APA/AFP
Ein sechs Tage lang auf dem Mount Everest vermisster und bereits für tot gehaltener Bergführer ist wieder aufgetaucht. Der erfahrene Sherpa Hillary Dawa sei lebend in der Nähe des Basislagers gefunden worden, wohin er auf eigene Faust zurückgekehrt sei, erklärten Behördenvertreter am Donnerstag. “Er kroch den Berg hinunter”, sagte Pemba Sherpa, Leiter des Reiseanbieters 8K Expeditions, der die Rettungsmaßnahmen koordinierte. Ein Hubschrauber habe ihn in ein Spital gebracht.
Der Vermisste wurde Donnerstagfrüh vom Sagarmatha Pollution Control Committee (SPCC) in der Nähe des Basislagers gefunden. Das nepalesische Team hilft bei der Routenführung am Berg und beseitigt zurückgelassenen Müll.
Saisonende am höchsten Berg der Welt
Zuvor hatte der britische Bergsteiger Chris Thrall erklärt, den Gipfel am 29. Mai gemeinsam mit dem Sherpa erfolgreich bestiegen zu haben. Am Mittwoch veröffentlichte er auf Instagram dann eine Videobotschaft, in der er den Tod des Bergführers bekannt gab. In dem Video beschrieb er, dass er den Sherpa am Berg zurückließ, nachdem dieser ihn gebeten hatte, vorauszugehen. Rettungsteams machten sich danach auf die Suche nach dem Bergführer.
Der Aufstieg war einer der letzten der Saison, in der nach ersten Schätzungen nepalesischer Behörden mehr als 1.000 Bergsteiger den Gipfel des Everest erreichten. Mindestens fünf Menschen – zwei indische und drei nepalesische Bergsteiger – sind in dieser Saison ums Leben gekommen.




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