Sieben Beschuldigte werden nicht angeklagt

Sex mit 12-Jähriger: Ermittlung in anderem Fall eingestellt

Freitag, 20. März 2026 | 23:00 Uhr

Von: apa

Gegen einige Burschen, die im Vorjahr im Prozess um geschlechtliche Handlungen mit einer damals Zwölfjährigen freigesprochen wurden, sind die Ermittlungen in einem weiteren Fall eingestellt worden. Dementsprechende Medienberichte bestätigte Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, am Freitagabend. Den Jugendlichen wurde vorgeworfen, bei einer weiteren Zwölfjährigen sexuell übergriffig geworden zu sein. Die Einstellung erfolgte laut “krone.at” aus “Beweisgründen”.

Ein strafrechtlich relevantes Verhalten sei den einzelnen Beschuldigten anhand der Ergebnisse des Ermittlungsverfahrens nicht nachzuweisen beziehungsweise bestehe keine Verurteilungswahrscheinlichkeit, heißt es laut “Krone” in der Verständigung, die den Parteien zugestellt wurde. Insgesamt war in dem zweiten Fall gegen sieben Beschuldigte ermittelt worden, sagte Bussek am Abend zur APA. Zu den vorgeworfenen Tatbeständen gab es keine genaueren Angaben.

Kritik an Freisprüchen

Die Burschen waren im Vorjahr teilweise in einem ersten Fall um eine Zwölfjährige in Wien vor Gericht gestanden. Dabei waren insgesamt zehn Angeklagten geschlechtliche Handlungen mit dem Mädchen vorgeworfen worden. Am Ende wurden alle freigesprochen. Die von der Anklage umfassten Vorgänge hatten sich zwischen März und Juni 2023 in Wien-Favoriten zugetragen. Zwei Angeklagten war geschlechtliche Nötigung vorgeworfen worden, allen zehn die Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung.

Die Freisprüche in dem Fall hatten für große Diskussionen gesorgt. Unmutsäußerungen und Empörung bis hin zu unverhohlenem “Hass im Netz”, den vor allem der vorsitzende Richter abbekam, waren die Folge. Auch eine Änderung des Sexualstrafrechts zu “Nur Ja heißt Ja” wurde in der Folge vielfach gefordert.

Zwei Burschen, die in dem Fall rechtskräftig freigesprochen worden waren, kamen kurz darauf in U-Haft. Sie sollen in einer Garage in Wien einen Raubüberfall begangen haben.

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