Von: mk
Sterzing – Am Tag der Eröffnung der Olympischen Spiele Mailand-Cortina mussten die Carabinieri aus Sterzing gemeinsam mit Sonder-Einsatzkräften des zehnten Carabinieri-Regiments “Campania” in die Pfarrangerstraße in Sterzing einschreiten. Zeugen hatten einen Mann gemeldet, der in aufgebrachten Zustand im Eingangsbereich eines Wohnhauses ein Messer gezückt hatte.
Als die Ordnungshüter eintrafen, identifizierten sie den Mann als Südtiroler, der seinen Wohnsitz in Österreich hat. Er befand sich im Treppenhaus des Gebäudes und gab unzusammenhängende Sätze von sich. Dennoch folgte er den Anweisungen der Carabinieri und verließ das Gebäude. Anschließend leerte er seine Taschen, wobei neben persönlichen Gegenständen auch ein Klappmesser mit einer Länge von rund 20 Zentimetern auf den Boden fiel. Allein die Länge der Klinge betrug zehn Zentimeter.
Die Stichwaffe wurde sofort sichergestellt und in Verwahrung genommen. Um die Sicherheit der Anwesenden zu gewährleisten, durchsuchten die Ordnungshüter den Mann ein zweites Mal angesichts seines aufgewühlten Gemütszustandes. Dabei wurde jedoch nichts von Bedeutung gefunden. Vor dem Betreten des Wohnhauses hatte der Mann unbeteiligte Passanten auf der Straße belästigt und sich dann unerlaubt in das Gebäude begeben.
Der Südtiroler wurde auf freiem Fuß wegen unrechtmäßigen Waffenbesitzes und Hausfriedensbruchs angezeigt. Weil sich der Mann offenbar in einem psychischen Ausnahmezustande befand, forderten die Carabinieri den Einsatz von medizinischem Personal an.
Um auch in Südtirol die Sicherheit während der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 zu gewährleisten, wurden zehn Carabinieri der Spezialeinheit des zehnten Carabinieri-Regiments „Campania“ als Verstärkung zur Kompanie nach Sterzing entsandt. Dort sollen insbesondere die Kontrollen entlang der Grenzachsen und in sensiblen Bereichen während der Zeit der Olympischen Spiele verstärkt werden.
Die Sondereinheit der Carabinieri ist in der Regel zur Verstärkung bei Einsätzen in Grenzregionen, bei Großveranstaltungen, bei öffentlichen Notlagen oder in Gebieten mit erhöhtem Kriminalitätsrisiko tätig. Seit Beginn ihres Dienstes im Wipptal haben die Einsatzkräfte etwa 250 Personen identifiziert und 130 Fahrzeuge kontrolliert.




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