Auf Tiroler Seite fehlen Genehmigungen

Stockende Skiverbindung zwingt Drei Zinnen AG zu neuem Verfahren

Sonntag, 13. September 2026 | 10:12 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Sexten/Sillian – Die geplante Skiverbindung zwischen Sexten und Sillian kommt auf österreichischer Seite weiterhin nicht voran. Das hat nun auch Auswirkungen auf die Drei Zinnen AG: Die Seilbahngesellschaft verzichtet auf eine bereits zugesagte Änderung ihrer Wasserkonzession. Das geht aus einem Beschluss der Südtiroler Landesregierung hervor.

Die Änderung war 2020 im Zusammenhang mit der Genehmigung der Skiverbindung zugesagt worden. Sie betrifft unter anderem die Wasserentnahme aus dem Stausee Sexten für die Beschneiung im Skigebiet Helm sowie in Sexten und Innichen. Voraussetzung für die Genehmigung des geplanten neuen Lifts und einer neuen Piste in Südtirol war allerdings, dass auch auf österreichischer Seite die notwendigen Genehmigungen vorliegen. Dieses Verfahren zieht sich laut Landesregierung weiterhin in die Länge. Die bisherige Änderung der Wasserkonzession könne deshalb nicht zeitnah umgesetzt werden.

Die Drei Zinnen AG teilte der Landesregierung Ende August mit, auf die zugesagte Konzessionsänderung zu verzichten. Die Landesregierung stimmte diesem Schritt nun zu. Damit kann ein neues Konzessionsverfahren eingeleitet werden, das von der Entscheidung über die Skiverbindung auf österreichischer Seite unabhängig ist.

Änderungen auf Tiroler Seite

Die Skiverbindung Sexten–Sillian war 2020 in Südtirol genehmigt worden. Auf Tiroler Seite gibt es dagegen weiterhin keine Genehmigung. Nach einem Bericht der “Tiroler Tageszeitung” vom Juli muss das Projekt dort offenbar überarbeitet werden. Grund dafür sei unter anderem die geplante Trasse durch empfindliche Biotope, darunter Bereiche mit Brutplätzen von Alpenschneehühnern.

Der Projektwerber auf Tiroler Seite, die Schultz-Gruppe, soll deshalb statt der ursprünglich geplanten Seilbahn nun zwei Aufstiegsanlagen vorsehen. Dadurch wären auch neue Gespräche mit Grundeigentümern erforderlich. Laut damaligen Angaben des Geschäftsführers Maximilian Schultz sollten die überarbeiteten Unterlagen noch heuer beim Land eingereicht werden.

Bezirk: Pustertal

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