Anteil der Studentinnen überwiegt

Südtiroler bevorzugen Studium in Wohnortnähe

Freitag, 29. Mai 2026 | 10:38 Uhr

Von: mk

Bozen – Drei von fünf Südtiroler Oberschulabsolventen und -absolventinnen des Schuljahres 2023/24 setzen ihre Bildungslaufbahn an einer Universität in Italien oder Österreich fort. Im Studienjahr 2024/25 sind insgesamt 12.677 in Südtirol ansässige Personen an italienischen bzw. österreichischen Universitäten eingeschrieben, darunter 2.121 Erstimmatrikulierte. Wie das Landesstatistikinstitut ASTAT berichtet, liegt die Universitätsbesuchsquote der Frauen mit 35,7 Prozent deutlich über jener der Männer (25,0 Prozent). Im Jahr 2024 schlossen 2.520 Studierende aus Südtirol ihr Studium in Italien oder Österreich ab.

Hier geht es zum PDF!

Im Studienjahr 2024/25 waren 6.560 Südtirolerinnen und Südtiroler an italienischen Universitäten und 6.117 an öffentlichen Universitäten in Österreich eingeschrieben. Damit blieb die Gesamtzahl der Studierenden gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Während die Neueinschreibungen an italienischen Universitäten deutlich zunahmen (+21,7 Prozent), verzeichneten die österreichischen Universitäten einen Rückgang der Erstimmatrikulationen (-6,6 Prozent).

Fast die Hälfte der in Italien Studierenden bevorzugte eine Universität in Wohnortnähe – ohne Musikkonservatorium Bozen. Im Studienjahr 2024/25 studierten 46,1 Prozent in der Region Trentino-Südtirol, genauer gesagt 36,1 Prozent in Südtirol und 10,0 Prozent in Trient.

26,8 Prozent besuchten die Freie Universität Bozen, 7,9 Prozent die Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana“ und 1,5 Prozent die Philosophisch-Theologische Hochschule in Brixen.

Außerhalb der Region wählten die Südtiroler Studierenden am häufigsten die Universitäten Verona (6,0 Prozent), Padua (4,8 Prozent), Bologna und Mailand (je 4,1 Prozent). 34,8 Prozent waren an anderen italienischen Universitäten (15,4 Prozent) bzw. an einer Fernuniversität (19,4 Prozent) inskribiert.

Die meistgewählten Studienbereiche der an italienischen Universitäten eingeschriebenen Südtirolerinnen und Südtiroler waren Erziehungs- und Bildungswissenschaften (15,8 Prozent), Gesundheitswesen und Pharmakologie (15,7 Prozent) sowie Wirtschaft und Statistik (14,4 Prozent).

Unter den österreichischen Universitätsstädten bleibt Innsbruck die erste Wahl: In der Tiroler Landeshauptstadt waren 60,6 Prozent aller Südtirolerinnen und Südtiroler eingeschrieben, die in Österreich studierten. Es folgen Wien mit 30,3 Prozent, danach mit deutlichem Abstand Graz (7,6 Prozent) und Salzburg (3,1 Prozent). Die verbleibenden 2,3 Prozent verteilen sich auf Linz, Klagenfurt und Leoben.

Bezirk: Bozen

Kommentare

Aktuell sind 4 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen