Von: luk
Der Österreichischer Tierschutzverein spricht sich gegen den Einsatz von weißen Tauben bei Hochzeiten aus. Die Tiere würden häufig als romantisches Symbol inszeniert, tatsächlich bedeute das Freilassen der Vögel jedoch erheblichen Stress und oftmals großes Leid.
Wie der Verein in einer Aussendung erklärt, handle es sich bei sogenannten Hochzeitstauben nicht um Wildtiere, sondern um domestizierte Haustauben, die auf den Menschen angewiesen seien. Viele der Tiere würden nach dem Freilassen die Orientierung verlieren und nicht mehr in ihren Taubenschlag zurückfinden. Besonders wegen ihres weißen Gefieders seien sie zudem leichte Beute für Greifvögel.
„Was für Gäste romantisch wirkt, bedeutet für Haustauben Stress, Orientierungslosigkeit und ein erhöhtes Sterberisiko“, sagt Alexios Wiklund. In Städten fänden die Tiere oft weder ausreichend Nahrung noch Wasser.
Kritik übt der Tierschutzverein auch an dem Geschäft rund um Hochzeitstauben. Für das Freilassen von zehn Tauben würden Brautpaare laut Aussendung bis zu 400 Euro bezahlen. Bereits der Transport und das Warten in engen Behältern bedeuteten für die Tiere erheblichen Stress.
Besonders problematisch sei zudem, dass Tauben monogam leben und meist lebenslang an ihren Partner gebunden seien. Durch die Trennung vor dem Freilassen werde zusätzlicher Stress erzeugt, da die Tiere versuchen würden, möglichst rasch wieder zueinanderzufinden.
Der Verein appelliert deshalb an Brautpaare und Veranstalter, auf tierfreundliche Alternativen wie Seifenblasen, Blütenblätter, nachhaltiges Konfetti oder symbolische Zeremonien auszuweichen.




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