Von: mk
Bozen – Die kräftigen Gewitter vom Dienstagabend sowie die darauffolgenden anhaltenden Niederschläge haben die Freiwilligen Feuerwehren Südtirols in den vergangenen beiden Tagen stark gefordert. Landesweit mussten bis Mittwochabend rund 200 Einsätze abgearbeitet werden.
Bereits am Dienstag sorgte eine in mehreren Phasen über das Land ziehende Gewitterlinie für rund 100 Feuerwehreinsätze. Besonders betroffen waren das Sarntal und das Gadertal, wo überflutete Keller und Gebäude, Vermurungen, Hangrutsche, umgestürzte Bäume sowie verschlammte Straßen zahlreiche Einsätze erforderlich machten.
Auch am Mittwoch standen die Feuerwehren aufgrund der anhaltenden Regenfälle weiterhin im Dauereinsatz. Die Einsatzkräfte rückten unter anderem zu kleineren Murenabgängen, Hangrutschungen, Steinschlägen, Verklausungen, überfluteten Verkehrswegen und Gebäuden aus.
Nach den heftigen Regenfällen fällt die Bilanz beachtlich aus: Seit Sonntagabend wurden in der Osthälfte Südtirols verbreitet mehr als 100 Millimeter Niederschlag gemessen. Die ergiebigen Niederschläge führten zudem zu einem massiven Anstieg der Wasserstände in Bächen und Flüssen. Innerhalb weniger Stunden stiegen die Durchflussmengen deutlich an, zahlreiche Pegel verdoppelten sich teilweise sogar. Die Etsch erreichte am Zusammenfluss mit dem Eisack die Vorwarnstufe, während auch Talfer, Eisack, Rienz und Passer markante Pegelanstiege verzeichneten.
Während die Niederschläge die zuletzt angespannte Wasserknappheit deutlich entschärften, brachten sie gleichzeitig zahlreiche Herausforderungen für Bevölkerung und Einsatzkräfte mit sich. Die Einsätze wurden in enger Zusammenarbeit mit den Straßendiensten, der Wildbachverbauung, den Gemeinden und weiteren zuständigen Stellen abgewickelt. Ein besonderer Dank gilt allen Feuerwehrleuten sowie allen beteiligten Organisationen für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre hohe Professionalität und die ausgezeichnete Zusammenarbeit zum Schutz der Bevölkerung.




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