Von: luk
Vier Tage lang bangten Helfer, Beobachter und Tierfreunde um ihn – nun hat Buckelwal Timmy es geschafft: Am Samstagmorgen um Punkt 9.00 Uhr schwamm er in die Freiheit.
In dem Seebereich zwischen der nördlichen Spitze von Dänemark und der Südküste von Norwegen, begleitet vom Schlepper „Fortuna B“, endete eine außergewöhnliche Rettungsmission mit einem Moment, der kaum emotionaler hätte sein können. Noch am Vortag hatte schlechtes Wetter den Transport ausgebremst. Hohe Wellen und starker Wind machten ein sicheres Weiterkommen unmöglich. Die Sorge wuchs – würde Timmy die Reise gut überstehen?
Dann, am Samstag, die erlösende Wende.
Ohne großes Zögern verließ der gewaltige Meeressäuger sein „Reisebett“ in der Barge und glitt hinaus ins offene Meer. Für einen kurzen Augenblick tauchte er noch einmal neben dem Schiff auf – fast so, als wolle er sich verabschieden. Eine mächtige Fontäne stieg in die Luft, ein letzter Gruß an die Menschen, die ihn begleitet hatten. Die Bootscrew hielt so lange es möglich war Sichtkontakt zum Wal.
Dann verschwand Timmy in den Tiefen des Ozeans.
Ob er ganz aus eigener Kraft den Weg hinaus fand oder ob ihm unbemerkt nachgeholfen wurde, bleibt unklar. Sicher ist nur: Timmy ist wieder dort, wo er hingehört – im endlosen Blau des Meeres.
Zurück bleibt ein stiller, bewegender Moment – und die Gewissheit, dass sich Einsatz und Hoffnung gelohnt haben.
Die “Fortuna B” drehte kurz nach 9.00 Uhr nach Backbord ab und nahm Fahrt in südwestliche Richtung auf.
Wie die BILD berichtet soll der Schlepper-Kapitän den Befehl zur Freilassung erteilt haben. Was dazu führte ist unklar. Das Tier soll aber nicht an der ursprünglich geplanten Stelle ins offene Meer entlassen worden sein.
Jedenfalls scheint es dem Meeressäuger soweit gut zu gehen. Er ist nicht ertrunken oder untergegangen – wie von einigen Experten befürchtet. Mit einem angehefteten Peilsender können die Retter den Buckelwal verfolgen und damit nachvollziehen, wie es um Timmy steht.
Die Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) betonte: “Von einer Rettung kann man erst sprechen, wenn sich der Wal zurück im Nordatlantik befindet und dort langfristig überlebt; sich seine Haut wieder vollständig erholt hat; er wieder eigenständig auf Nahrungssuche geht und an Gewicht zunimmt; und seinem natürlichen Verhalten nachgeht.”






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