Jugend begehrt auf

Böller-Verbot in Vahrn: Tradition unter Beschuss?

Freitag, 01. Mai 2026 | 15:56 Uhr

Von: luk

Vahrn – In der Gemeinde Vahrn sorgt ein Verbot des traditionellen Böllerns für Kritik seitens der Bewegung Süd-Tiroler Freiheit. Konkret äußerte sich der Jugendsprecher der lokalen Gruppierung, Johannes Paris, mit deutlichem Unverständnis über die Entscheidung von Bürgermeister Andreas Schatzer.

Auslöser der Kritik ist das untersagte Böllern bei kirchlichen Festen, das von der Schützenkompanie Vahrn als Teil des Brauchtums gepflegt wird. Paris betont, dass es sich dabei um eine „gelebte Identität“ handle, insbesondere für junge Südtiroler. Ein Verbot bei Anlässen wie dem Herz-Jesu-Fest oder dem Erntedankfest bedeute einen Bruch mit einer tief verwurzelten Tradition.

Zugleich weist die Junge Süd-Tiroler Freiheit Argumente zurück, wonach das Böllern angesichts der allgemeinen Weltlage oder aus Lärmschutzgründen nicht mehr zeitgemäß sei. Paris spricht von einem Widerspruch, da andere Lärmquellen – etwa durch den Verkehr – akzeptiert würden, während das Böllern nur an wenigen Tagen im Jahr stattfinde.

Die Bewegung fordert den Bürgermeister auf, die Entscheidung zu überdenken und gemeinsam mit der Schützenkompanie nach einer Lösung zu suchen. Ziel sei es, das Brauchtum weiterhin im Dorfleben zu verankern.

Bezirk: Eisacktal

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