Hautgesundheit

Worauf man bei Muttermalen achten sollte

Mittwoch, 19. August 2026 | 15:14 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen – Die Haut verändert sich im Laufe des Lebens. Meist ist das ganz normal. Wer die eigenen Muttermale im Blick behält, kann Veränderungen besser einordnen und unnötige Sorgen vermeiden, heißt es aus dem Ressort für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit.

Die meisten Muttermale entstehen in der Kindheit und Jugend. Während der Pubertät nimmt ihre Zahl oft deutlich zu. Ihren Höchststand erreicht sie meist im jungen Erwachsenenalter zwischen 20 und 30 Jahren. Danach bilden sich in der Regel nur noch wenige neue Muttermale. Viele bestehende werden mit den Jahren heller oder verschwinden sogar.

“Nicht jedes neue oder veränderte Muttermal ist ein Grund zur Sorge. Wer seine Haut kennt und einfache Orientierungshilfen nutzt, kann Veränderungen besser einschätzen und gemeinsam mit dem Hausarzt entscheiden, ob weiterer Abklärungsbedarf besteht”, sagt Gesundheitslandesrat Hubert Messner.

Bei der Einschätzung kann die sogenannte ABCDE-Regel helfen. Sie bezieht sich auf Asymmetrie, Begrenzung, Colour (Farbe), Durchmesser und Erhabenheit bzw. Entwicklung von Muttermalen und unterstützt dabei, auffällige Pigmentmale zu erkennen. Aufmerksamkeit ist laut Gesundheitsressort angebracht, wenn ein Muttermal deutlich asymmetrisch wirkt, unregelmäßige Ränder aufweist, unterschiedliche Farbtöne zeigt, größer als etwa fünf bis sechs Millimeter ist, hervorsteht und sich sichtbar verändert. Besonders wichtig ist die Entwicklung über die Zeit. Verändert sich ein Muttermal in Form, Größe oder Farbe oder treten Beschwerden wie Juckreiz oder Blutungen auf, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.

LPA/Viktoria Huber

Das Gesundheitsressort empfiehlt, die eigene Haut etwa einmal im Monat bewusst zu betrachten. Dafür reichen wenige Minuten. Wer seine Haut regelmäßig sieht, erkennt Veränderungen leichter und kann diese besser einschätzen.

Besonders im höheren Erwachsenenalter lohnt sich ein genauer Blick. Da neue Muttermale in diesem Lebensabschnitt eher selten entstehen, sollte ein neu auftretendes pigmentiertes Hautmal ärztlich beurteilt werden, vor allem wenn es ungewöhnlich aussieht oder sich verändert.

Im Südtiroler Gesundheitssystem ist die Hausärztin oder der Hausarzt die erste Anlaufstelle. Dort erfolgt die erste klinische Beurteilung. Bei Bedarf wird die Überweisung zur fachärztlichen Untersuchung ausgestellt. So erhalten jene Patientinnen und Patienten, bei denen tatsächlich ein Verdacht besteht, rasch die notwendige Abklärung.

Ein wichtiger Beitrag zur Hautgesundheit bleibe zudem der Schutz vor UV-Strahlung, so das Gesundheitsressort. Wer Sonnenbrände vermeidet und stets geeigneten Sonnenschutz verwendet, kann seine Haut langfristig schützen.

Bezirk: Bozen

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