Von: importer
Nach dem Schiffsunglück mit mindestens acht Toten vor der Mittelmeerinsel Zypern hat ein Spezialteam das Wrack in rund 500 Metern Tiefe erreicht. “Das Schiff wurde erreicht”, sagte Tufan Erhürman, Präsident der nur von der Türkei anerkannten Republik Nordzypern laut der türkischen staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Die Such- und Rettungsarbeiten gingen weiter. Zum Einsatz kamen ferngesteuerte Unterwasserroboter, die für Tiefen von 500 bis 1.000 Metern ausgelegt sind.
Die Fähre “Filo Jet” war am Sonntag kurz nach dem Auslaufen aus der nordzyprischen Hafenstadt Kyrenia (türkisch: Girne) im Norden Zyperns auf dem Weg zur südtürkischen Küste gekentert. Aus noch ungeklärten Gründen drang Wasser ein, der Katamaran lief voll, kippte zur Seite und sank schließlich wenige Kilometer vor der zyprischen Küste. Noch immer gelten 20 Menschen als vermisst. Bei dem Unglück kamen offiziellen Angaben zufolge acht Menschen ums Leben, 239 Menschen wurden gerettet.
Das türkische Spezialschiff TCG Isin absolviert an der Unglücksstelle Einsätze mit ferngesteuerten Unterwasserrobotern. Zudem erreichte Erhürman zufolge ein weiteres Marineschiff die Unglücksstelle, um die “Isin” zu unterstützen.
Schwierige Arbeiten in großer Tiefe
Der türkisch-zyprische Volksgruppenführer Tufan Erhürman warnte, dass die Arbeiten in dieser großen Tiefe schwierig seien und nicht mit schnellen Ergebnissen gerechnet werden könne. Das berichtete die Nachrichtenagentur Tak der nur von der Türkei anerkannten Republik Nordzypern. Der zyprische Präsident Nikos Christodoulidis sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus, wie die “Cyprus Times” berichtete.
Zypern ist seit 1974 nach einem Putsch nationalistischer griechischer Zyprer und einer darauffolgenden türkischen Militärintervention de facto geteilt. Im Jahr 1983 wurde die Türkische Republik Nordzypern (KKTC) proklamiert.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen