Von: Lukas Unterkofler
Fiavè – Weil ihr Zuhause 960 Meter von der Grundschule entfernt liegt, dürfen drei Kinder in Fiavè im Trentino etwas nördlich des Tenno- und Gardasees nicht den Schulbus nutzen. Für den regulären Zugang zum Schülertransport gilt laut Provinzregelung eine Mindestentfernung von einem Kilometer.
Für die Eltern ist die Entscheidung unverständlich. Sie führen laut der Nachrichtenagentur Ansa vor allem den Schulweg an. Demnach müssten die Kinder einen Abschnitt der Staatsstraße 421 zu Fuß zurücklegen, der keinen Gehsteig hat. Auf der Straße verkehren zudem regelmäßig Lastwagen, Busse und landwirtschaftliche Fahrzeuge.
Die Provinz Trient hat inzwischen eine Lösung in Aussicht gestellt. Bildungslandesrätin Francesca Gerosa erklärte, der Schülertransport habe gerade in abgelegenen und bergigen Gebieten hohe Priorität. Gleichzeitig seien klare Regeln notwendig, um den Dienst gerecht und nachhaltig zu organisieren.
Allerdings müssten neben der reinen Entfernung auch die konkreten Bedingungen eines Schulwegs berücksichtigt werden. Genau das werde im Fall von Fiavè derzeit geprüft. “Die Provinz arbeitet daran, in kurzer Zeit zu einer positiven Lösung zu kommen”, sagte Gerosa.
Der Unterricht beginnt am 10. September. Die Eltern hoffen deshalb auf eine Entscheidung noch vor dem ersten Schultag. Die reguläre Überprüfung der Anträge ist laut Provinz bis zum 10. Oktober vorgesehen.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen