Trennung offenbar nicht akzeptiert

Italien: Ex-Partnerin in Kofferraum gesperrt und in den Tod gestoßen

Freitag, 04. September 2026 | 16:47 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Florenz – Ein mutmaßlicher Femizid erschüttert Italien: Die 45-jährige Lorena Isceri soll von ihrem Ex-Partner Federico Vella (36) entführt und im Kofferraum eines Autos eingesperrt worden sein. Während der Fahrt gelang es ihr offenbar noch, den Notruf zu wählen und um Hilfe zu bitten.

Nach bisherigen Ermittlungen fuhr Vella mit der Frau zum Lora-Viadukt an der A1 bei Barberino di Mugello nördlich von Florenz. Als die Polizei dem Wagen bereits auf der Spur war, soll er Isceri aus dem Auto geholt und von der Brücke gestoßen haben. Anschließend sprang er selbst in die Tiefe. Beide wurden tot unter dem Viadukt gefunden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Femizids. Noch ist unklar, ob Isceri bereits vor dem Sturz tödlich verletzt worden war oder an den Folgen des Falls starb. Eine Obduktion soll Klarheit bringen.

Trennung offenbar nicht akzeptiert

Isceri und Vella hatten sich nach bisherigen Erkenntnissen erst wenige Wochen zuvor getrennt. Der 36-Jährige, der als Manager einer Autovermietung arbeitete, soll die Trennung nicht verkraftet haben.

Auf Instagram hatte Vella am 12. August gemeinsame Bilder mit seiner Ex-Partnerin veröffentlicht und sie als die Frau bezeichnet, die er “mit ganzem Herzen geliebt” und durch seine eigene Dummheit verloren habe. Wenige Stunden vor der Tat folgte eine Story mit schwarzem Hintergrund und den Worten “Auf Wiedersehen an alle”.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen