Bozen – Geldautomaten mit Mitteln der modernen Technik zu knacken – darauf haben sich zwei Männer aus Moldau verlegt, die in Padua ansässig sind. Nachdem sie ihr Glück bereits mehrfach in Südtirol versucht hatten, wurden sie am Freitagabend in Villnöß auf frischer Tat ertappt und verhaftet. Den beiden Männern werden erschwerter Diebstahl und das Hacken eines Computersystems vorgeworfen. Sie hatten versucht, einen Geldautomaten der Raiffeisenkasse mittels einer als "Jackpotting" benannten Technik zu "überlisten" und zu plündern. Die Carabinieri von Bozen hatten derartige Versuche bei drei verschiedenen Bankomat-Schaltern festgestellt, die sich in Südtirol befinden. Die Vorgehensweise war dabei stets dieselbe, sodass die Ordnungshüter von einer einzigen Tätergruppe ausgingen. Im Zuge der Ermittlungen mehrerer Carabinieri-Stationen im Land und nach einem Abgleich der Daten ist es den Ordnungshütern gelungen, ein verdächtiges Auto auszuforschen. Die Carabinieri ließen den Wagen daraufhin beschatten. Am Donnerstagabend stellten die Carabinieri schließlich fest, dass der Pkw von Padua nach Südtirol unterwegs war, und folgten ihm unauffällig nach St. Magdalena in Villnöß. Als die Insassen bei dem Raiffeisen-Bankomatschalter im Ort angelangt waren, versuchten sie, das Gerät zu knacken. Die Täter wähnten sich bereits ihrem Ziel nahe, als der Zugriff der Carabinieri erfolgte. Im Rahmen der Festnahme haben die Carabinieri mehrere technische und digitale Hilfsmittel beschlagnahmt. Neben den Carabinieri von Bozen, die die Ermittlungen ins Rollen brachten, waren auch die Carabinieri von Brixen und Bruneck sowie die Hundestaffel der Carabinieri aus Leifers involviert. Die Verdächtigen wurden ins Bozner Gefängnis überstellt und müssen sich nun vor Gericht verantworten.