Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – „80 Jahre Autonomie für Südtirol sind ein Anlass, um sich kritisch, aber auch stolz mit der Geschichte Südtirols zu befassen. Niemand wollte in Südtirol im fernen Jahre 1946 eine Autonomie. Der Fokus lag damals klar und deutlich auf Selbstbestimmung. Im internationalen Rahmen war jedoch nur die Autonomie durchsetzbar, die vorerst mehr schlecht als recht angewandt wurde. Erst mit dem Zweiten Autonomiestatut verfügte Südtirol über eine Landesautonomie, die ihren Namen verdient. Das Gruber-Degasperi-Abkommen vom 5. September 1946 setzt den Beginn einer Entwicklung für Südtirol, die sehr positiv ist,“ beurteilt Roland Stauder, Obmann der Freiheitlichen, die Autonomiegeschichte Südtirols.
Der „Pariser Vertrag“ sei die „Magna Charta Südtirols“, weil er die völkerrechtliche Absicherung Südtirols darstelle. Im Zentrum des Vertrages stehe der Schutz der deutschen und ladinischen Minderheit mit zentralen Rechten wie muttersprachlichem Unterricht, dem Recht auf Zweisprachigkeit im öffentlichen Gebrauch sowie der ethnische Proporz, so Stauder.
„Heute hat es Südtirol weitgehend selbst in der Hand, die eigene Zukunft zu gestalten. Es geht darum, weiterhin wachsam zu sein und weiter an der positiven Entwicklung Südtirols zu arbeiten. Zu vernehmen ist leider allgemein die Tendenz, die Südtirol-Autonomie als etwas Selbstverständliches hinzunehmen. Ausgesetzt ist unsere Autonomie einerseits ständigen staatlichen Zentralisierungstendenzen, andererseits aber auch bunten Identitätstheorien von links, die darauf ausgerichtet sind, die Grundprinzipien unserer Autonomie gezielt auszuhöhlen und zu verwässern,“ erklärt Roland Stauder von den Freiheitlichen.
„Es geht am 5. September darum, das Erreichte zu würdigen, stolz auf die Entwicklung zu sein, aber auch mit Beständigkeit und Mut an unserem autonomen Land zu arbeiten. Haltung für unsere Autonomie einnehmen, bedeutet, sich auch und vor allem jenen interethnischen Theorien entgegenzustellen, die uns unserer Identität entledigen wollen und unserer Autonomie damit mittelfristig den Boden entziehen, “ schließt Roland Stauder, Obmann der Freiheitlichen.




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