Von: mk
Brenner – Am Vormittag des 28. Juli wurden an der Staatsgrenze am Brenner die beiden Haupttunnelröhren des Brenner Basistunnels (BBT) durchbrochen. Etwa 1.400 Meter unterhalb des Brennerpasses konnten sich österreichische und italienische Mineure nach dem historischen Durchschlag die Hände reichen.
Landeshauptmann Arno Kompatscher zeigt sich erfreut über die Nachricht: “Heute ist ein wichtiger Schritt zur Verwirklichung dieses Bauwerks erfolgt: Der BBT ist ein Symbol für Verbundenheit und ein Beispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die Italien und Österreich einander näherbringt und uns dem Zentrum Europas weiter annähert. Gleichzeitig hilft uns der BBT, die Herausforderungen des Transitverkehrs am Brenner zu meistern.”
Mit dem 28. Juli sind alle 230 Kilometer des Brenner Basistunnels ausgebrochen. “Es ist einer dieser außergewöhnlichen Tage, die in die Geschichtsbücher eingehen werden: Es handelt sich um einen Meilenstein für ein vereintes Europa auf Schienen und für die Mobilität der Menschen”, kommentiert der Landesrat für Infrastrukturen und Mobilität Daniel Alfreider und verweist darauf, wie lange er das Projekt bereits begleite: “Bereits 2004 hatte ich als junger Bauingenieur die Gelegenheit, an diesem europäischen Eisenbahnprojekt mitzuarbeiten. Später konnte ich mich als politischer Vertreter mit großer Überzeugung und fachlicher Kompetenz gemeinsam mit zahlreichen italienischen und österreichischen Kollegen dafür einsetzen, die Umsetzung dieses Projekts voranzutreiben.” Alfreider erinnert auch an Schwierigkeiten, die aufgetreten sind, den Prozess jedoch nicht aufgehalten haben: “Trotz aller Widerstände ist es uns Politikern gelungen, die Bevölkerung in Südtirol und Tirol von der Bedeutung dieses europäischen Projekts zu überzeugen, die Finanzierung durch die Europäische Union sicherzustellen und die verschiedenen Bauabschnitte schrittweise umzusetzen. Ebenso erfreulich ist es festzustellen, dass Gegner von gestern heute zu Befürwortern des Brenner Basistunnels geworden sind.”
Mit dem Durchbruch der beiden Haupttunnelröhren wurden die beiden Baustellen dies- und jenseits der Staatsgrenze, die jahrelang unabhängig voneinander und mit zwei unterschiedlichen Vortriebsmethoden gearbeitet hatten, zusammengeführt.




Aktuell sind 1 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen