Bündnis Kaltern gegen freien Seezugang

„Auf ‚Gratis-Schwimmer‘ kann unser Dorf getrost verzichten“

Freitag, 29. August 2025 | 23:17 Uhr

Von: ka

Kaltern – Das Bündnis Kaltern erteilt dem Ansinnen nach einem weiteren freien Seezugang am Kalterer See eine klare Absage.

Nachdem wir jedes Jahr aufs Neue mit Wildcampern beglückt werden, die uns unseren Wald verschmutzen, holen wir uns jetzt auch noch „Gratis-Schwimmer“ an unseren See, dass dieser verschmutzungstechnisch zum Wald passt. Bestens organisiert durch Apps und Tiktok, wie bereits auf der Seceda erfolgreich vorexerziert.

Darauf kann unser Dorf getrost verzichten.

Es gibt am Kalterer See vier öffentliche Strandbäder, bestens gepflegt, mit Infrastruktur, Kabinen und Bademeister. Am gemeindeeigenen Lido kann man morgens und abends bereits kostenlos schwimmen. Und es gibt einen kleinen Zugang zum See neben dem Lido. Für einen kurzen Sprung in den See reicht dieser vollkommen, für Tagesausflüge an den Strand gibt es ob genannte Badebetriebe. Natürlich wird auch der Mini-Seezugang von Gruppen den ganzen Tag genutzt, wofür er weder gedacht noch ausgestattet ist. Der kleine Zugang wird durch Decken und Tücher versperrt, die Bedürfnisse werden dabei natürlich in den See oder die Büsche gemacht und gebracht hat es niemandem etwas, denn natürlich werden die Getränke und die Verpflegung von zu Hause mitgebracht, nur der Müll darf bleiben. Dieses bunte Treiben noch weiter zu expandieren, kann keinesfalls Ansinnen einer vernünftigen Gemeindepolitik sein.

JWA

Daher ist unser Bündnis nun aktiv geworden.

Der Landtagsabgeordnete Jürgen Wirth Anderlan hat eine Anfrage zum Seezugang in den Landtag eingebracht, die Gemeinderäte Walter Bernard und Dietmar Zwerger im Kalterer Gemeinderat.

Wir warten nun gespannt auf die Antworten über mögliche Standorte eines Seezuganges, die Kosten für die Errichtung des Strandes, der Parkplätze, der Infrastruktur und nicht zu vergessen der Pflege und der Sicherheit. Mal schauen, ob Kalterer Steuerzahler bereit sind, diese Summen für“ Gartis-Schwimmer“ auszugeben. Denn obwohl das Land als Besitzer der Wasserfläche die Verhandlungen führt, bleiben die Kosten wohl bei der Gemeinde hängen.

 

 

 

 

 

Bezirk: Überetsch/Unterland

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