Die Meeresenge ist zentraler Streitpunkt im Iran-Krieg

Außenministertreffen zu Straße von Hormuz im Oman verschoben

Sonntag, 13. September 2026 | 22:55 Uhr

Von: importer

Das für diesen Montag geplante Außenministertreffen der Staaten am Persischen Golf im Oman ist nach Angaben aus Maskat verschoben worden. Die sei “im Interesse des Konsenses” geschehen, ließ der omanische Außenminister Badr al-Busaidi am späten Sonntagabend auf der Plattform X wissen. Berichten zufolge war ursprünglich geplant gewesen, dass bei dem Treffen der Iran und der Oman eine Vereinbarung im festgefahrenen Konflikt über die Straße von Hormuz vorstellen sollten.

Man setze sich weiterhin für “einen Dialog ein, der Stabilität und dauerhafte Zusammenarbeit” in der Region fördere, schrieb er weiter. Weitergehende Angaben zu Gründen und einem neuen Zeitpunkt für eine Zusammenkunft nannte er nicht. Ein Vertreter des iranischen Außenministeriums bestätigte, dass Teheran und Maskat “auf Wunsch einiger Länder der Region” vereinbart hätten, das Gipfeltreffen zu verschieben, wie die iranische Nachrichtenagentur FARS mitteilte.

Spannungen unter eingeladenen Staaten im Vorfeld

Der Inselstaat Bahrain, der im Krieg massiven iranischen Raketenangriffen ausgesetzt war, hatte bereits im Vorfeld mitgeteilt, das Treffen zu boykottieren. Die anderen Golfstaaten seien lediglich eingeladen gewesen, um über die Einzelheiten der Vereinbarung informiert zu werden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr vor der Absage des Treffens.

Auch das gut informierte Webportal “amwaj” berichtete im Vorfeld über Spannungen unter den geladenen Staaten. Die Vereinigten Arabischen Emirate etwa wollen nicht ihren Außenminister schicken, sondern lediglich einen Staatssekretär.

Die Straße von Hormuz ist im Iran-Krieg zum zentralen Streitpunkt zwischen Teheran und Washington geworden. Vor dem Krieg lief rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung durch die Meerenge. Auch Flüssiggas und Dünger aus den Golfstaaten werden über die Route exportiert. Die Einschränkungen belasten die Weltwirtschaft und setzen US-Präsident Donald Trump unter Druck.

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