Von: luk
Gröden/Gadertal – Zur Eindämmung des zunehmenden Verkehrs auf den Dolomitenpässen konkretisieren sich die Pläne für eine UNESCO-Territoriale verkehrsberuhigte Zone (TVZ UNESCO) am Grödner Joch.
Die erste Testphase der sogenannten UNESCO-TVZ soll laut Nachrichtenagentur Ansa diesen Herbst starten und wäre die erste Anwendung dieses neuen Instruments in Italien.
In Bozen trafen sich Vertreter der Gemeinden Corvara und Wolkenstein in Gröden, Mitglieder einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der beiden Täler, Tourismusverbände sowie Landeshauptmann Arno Kompatscher und die Landesräte Daniel Alfreider (Mobilität) und Peter Brunner (Umwelt), um den aktuellen Stand des Projekts zu beraten.
Die Arbeitsgruppe stellte dabei einen ersten Konzeptentwurf für die Einrichtung einer territorialen verkehrsberuhigten Zone am Grödner Joch vor. Die rechtliche Grundlage dafür wurde erst mit der jüngsten Reform der italienischen Straßenverkehrsordnung geschaffen.
Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider bezeichnete die UNESCO-TVZ als wichtiges Instrument, um die Verkehrsströme auf den Dolomitenpässen künftig besser steuern zu können. Gleichzeitig betonte er, dass ein solches System mit großer Sorgfalt umgesetzt werden müsse, da es in die Bewegungsfreiheit der Menschen eingreife. Ziel sei es, den Schutz des sensiblen UNESCO-Welterbes mit den Mobilitätsbedürfnissen von Einheimischen und Gästen in Einklang zu bringen.
“Dank der wertvollen Unterstützung des Staatssekretärs im italienischen Verkehrsministerium, Tullio Ferrante, ist es gelungen, die UNESCO-Territoriale Verkehrsberuhigte Zone in die Straßenverkehrsordnung aufzunehmen. Dieses Instrument eröffnet die Möglichkeit, den Verkehrsfluss auf den Dolomitenpässen zu steuern”, erklärte Alfreider. “Gleichzeitig müssen wir die TVZ UNESCO mit großer Verantwortung und methodisch angehen, da sie die Bewegungsfreiheit der Menschen betrifft. Es gilt, den Schutz des Gebiets mit den Mobilitätsbedürfnissen von Einheimischen und Gästen in Einklang zu bringen”, ergänzte Alfreider.

Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte, die Arbeitsgruppe habe eine tragfähige Grundlage für die geplante Testphase geschaffen. Vor dem Start im Herbst seien jedoch noch verschiedene technische, organisatorische und rechtliche Fragen zu klären. Die Erprobung der verkehrsberuhigten UNESCO-Zone bleibe dennoch das gemeinsame Ziel aller Beteiligten.
Mit der neuen Regelung soll dem zunehmenden Verkehrsaufkommen und dem Overtourism auf dem Grödner Joch begegnet werden. Wie die Verkehrslenkung während der Testphase konkret aussehen wird, soll nach Abschluss der weiteren Planungsarbeiten festgelegt werden.




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