Mehr Biodiversität in Südtirol

„Blumenwiesen 2.0“ – Neue Aktionsfelder und starke Partner

Dienstag, 09. Juni 2026 | 16:06 Uhr

Von: mk

Bozen – Das erfolgreiche Südtiroler Biodiversitätsprojekt „Blumenwiesen“ geht in die nächste Runde. Mit neuen strategischen Partnern und erweiterten Aktionsfeldern setzt „Blumenwiesen 2.0“ verstärkt auf den Ausbau artenreicher Blumenwiesen als wertvolle Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Menschen.

Bereits die erste Projektphase ist auf großes Interesse bei Gemeinden, Institutionen und Bevölkerung gestoßen und hat eindrucksvoll gezeigt, wie Blumenwiesen die Artenvielfalt in Siedlungsräumen erhöhen. Aufbauend auf den gemachten Erfahrungen steht nunmehr die quantitative und qualitative Weiterentwicklung des Projektes im Fokus.

Bis zum Jahr 2029 sollen in Südtirol zusätzlich zu den bisherigen 15.000 m² weitere rund 50.000 m² Rasen- und Brachflächen in artenreiche und standortangepasste Blumenwiesen umgewandelt werden. Dazu greift das Projekt wie bisher ausschließlich auf lokal gewonnenes Samenmaterial zurück.

Einen Erfolgsfaktor für die neue Projektphase stellt das erweiterte Partnerschaftsmodell dar. Neben öffentlichen Körperschaften engagieren sich erstmals auch landesweit tätige strategische Akteure mit eigenen Flächen im Projekt: Alperia AG, STA – Südtiroler Transportstrukturen AG und Abteilung Straßendienst des Landes Südtirol.

„Für Alperia ist die Teilnahme am Projekt Blumenwiesen 2.0 ein wichtiger Schritt zur konsequenten Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Mit dieser Partnerschaft können wir den Schutz und die Förderung von Artenvielfalt ganz konkret vor Ort stärken“, betont Luis Amort, Generaldirektor der Alperia AG. Auch die STA sieht großes Potenzial im Projekt. „Wir erwarten uns eine erhöhte Widerstandsfähigkeit der Flächen gegenüber den sich wandelnden klimatischen Bedingungen, mit einer schrittweisen Reduktion des Pflegeaufwandes bei gleichzeitigem Erhalt des Landschaftscharakters“, so Marco Stabile, Bereichsdirektor der STA. Für die Abteilung Straßendienst als Verwalter aller Staats- und Landesstraßen „eröffnet das Projekt die Möglichkeit, eine nachhaltige und alternative Art der Betreuung des Straßenbegleitgrüns zu erproben“, erklären Abteilungsdirektor Philipp Sicher und Amtsdirektor Stephan Bauer.

Eine weitere Neuerung ergibt sich aus der Verankerung eines strukturierten Monitorings, um die ökologische Wirksamkeit des Projektes nachhaltig sicherzustellen. Mit wissenschaftlicher Begleitung durch das Versuchszentrum Laimburg und Eurac Research wird die Entwicklung der angelegten Blumenwiesen beobachtet und untersucht sowie darauf aufbauend die Pflege der Blumenwiesen optimal angepasst.

„Blumenwiesen 2.0“, vom Dachverband Natur- und Umweltschutz koordiniert und von der Stiftung Südtiroler Sparkasse finanziell unterstützt, verbindet so wissenschaftliche Expertise, öffentliche Verantwortung, privates Engagement und wirtschaftliche Partner zu einer gemeinsamen Initiative für mehr Artenvielfalt, lebenswerte Siedlungsräume und den Erhalt der Südtiroler Kulturlandschaft.

Bezirk: Bozen

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