Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Als Teil der Agenda Bozen stellen die derzeit laufenden Eingriffe im Kreuzungsbereich Einstein-/Galvanistraße eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung der Mobilität in der Landeshauptstadt dar. Das Ressort Infrastrukturen und Mobilität teilt mit, dass die Bauarbeiten voranschreiten: Nach der Verlegung der Versorgungsleitungen werde nun mit den strukturellen Arbeiten zur Verwirklichung der neuen Unterführung begonnen.
Das Projekt ist Teil des Bauloses 2 der SS 12 Brennerstaatsstraße und sieht den Bau einer Unterführung im Bereich der Kreuzung mit der Galvanistraße samt den dazugehörigen Rampen, einen neuen Kreisverkehr auf Straßenniveau sowie die Anpassung der Straßenführung in der Galvani- und Einsteinstraße vor. Technisch anspruchsvoll sind die Arbeiten auch deshalb, da sich im Untergrund zahlreiche Versorgungsleitungen befinden.
“Infrastrukturen sind nicht nur Bauwerke aus Beton und Asphalt: Sie sind Investitionen in die Lebensqualität der Menschen, in die Sicherheit und in die Fähigkeit unseres Landes, die Herausforderungen der Mobilität von morgen zu bewältigen”, betont der Landesrat für Mobilität und Infrastrukturen, Daniel Alfreider. “Bozen braucht ein immer leistungsfähigeres und besser organisiertes Straßennetz. Maßnahmen wie diese sind konkrete Schritte in diese Richtung.”
Ein komplexes Bauvorhaben zur Verbesserung der Verkehrsführung
Im Rahmen der ersten beiden Bauphasen seien nun die Versorgungsleitungen und die weiteren betroffenen Infrastrukturen verlegt und neu organisiert worden. Dabei sei es auch zu Verzögerungen gekommen, da einige zuvor nicht erkennbare Überschneidungen mit bestehenden Leitungen festgestellt worden seien. Um den Zeitverlust einzudämmen, sei zusätzliches Personal eingesetzt und Arbeitsschritte überlagert worden. Derzeit schreiten die Arbeiten planmäßig voran; weitere Verzögerungen werden aktuell nicht verzeichnet, heißt es aus dem Landesressort.
Dritte Bauphase ist angelaufen
Anfang Oktober wurde laut Ressort nun die dritte Bauphase gestartet: “Derzeit werden die überschnittenen Bohrpfähle sowie die Bodenabdichtung mittels Jet-Grouting hergestellt. Diese Arbeiten sind wesentliche Voraussetzungen für den Bau der Unterführung. Anschließend folgen die Betonierung der Decke und die Errichtung des endgültigen Kreisverkehrs“, erklärt Davide Maniezzo, der Direktor des Amtes Straßenbau Mitte/Süd. Für diese Arbeiten sei eine spezielle, besonders kompakte Maschine auf der Baustelle im Einsatz. Parallel dazu werden, laut Maniezzo, die Arbeiten im Bereich der Dürerstraße weitergeführt. “Dort wird derzeit die Stützmauer des Parkplatzes zurückversetzt. Dadurch soll die Sicht in der Kurve verbessert und die Verkehrssicherheit erhöht werden”, erklärt Maniezzo. Am 28. Oktober sei zudem östlich der Einsteinstraße eine neue Fußgängerbrücke montiert worden. Die Freigabe für die Öffentlichkeit ist Mitte November vorgesehen.
Urban Pass bis Neumarkt-Auer ausgeweitet
“Uns ist bewusst, dass Arbeiten an einem so wichtigen Verkehrsknotenpunkt zwangsläufig Auswirkungen auf den Verkehr haben. Deshalb ist es entscheidend, jede Bauphase sorgfältig zu koordinieren und eng mit den Technikern, den Unternehmen und allen beteiligten Stellen zusammenzuarbeiten. Aus diesem Grund haben wir den Urban Pass seit 1. Juni 2026 bis zur Mautstelle Neumarkt-Auer ausgeweitet. Die Nutzerzahlen zeigen uns, dass dieses Angebot angenommen wird und die laufenden Baustellen in Bozen vom Verkehr entlastet”, betont Landesrat Alfreider.




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