Von: Matthias Knapp
Bozen – Nachdem ein zehnjähriger Radfahrer von einem Fahrzeug zu knapp überholt wurde und gestürzt ist, legen die Gemeinderäte Thomas Brancaglion und Matthias Cologna (Team K) einen Beschlussantrag vor: Radfahrstreifen, Verkehrsberuhigung und mehr Geschwindigkeitskontrollen auf der einzigen Verbindung zwischen Rentsch und Zentrum.
„Brennerstraße und Rentscher Straße sind die einzige Straßenverbindung zwischen Rentsch und der Bozner Innenstadt. Täglich sind hier Familien, Kinder und ältere Menschen zu Schulen, Diensten und Arbeitsplätzen unterwegs. Die Fahrbahn ist schmal, der Verkehr dicht, und seit dem Abbau der Messanlagen wird wieder schneller gefahren. Vor wenigen Tagen wurde ein zehnjähriger Bub auf dem Rad von einem Fahrzeug so knapp überholt, dass er stürzte; der Lenker hielt nicht einmal an. Wer hier Rad fährt, wird mit wenigen Zentimetern Abstand überholt. Den in der Straßenverkehrsordnung vorgesehenen Mindestabstand von 1,5 Metern kann man auf dieser Strecke praktisch nicht einhalten“, so Brancaglion und Cologna.
Für einen baulich getrennten Radweg fehle der Platz, die Straßenverkehrsordnung erlaube aber einen durch Bodenmarkierungen abgegrenzten Radfahrstreifen. Das Team K im Bozner Gemeinderat fordert Bürgermeister und Stadtregierung daher auf, von den zuständigen Ämtern einen Radfahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen prüfen zu lassen oder, falls der Straßenquerschnitt das nicht erlaubt, zumindest in jener Richtung, in der es heute keine eigene Fläche für Radfahrende gibt.
Dazu brauche es verkehrsberuhigende Maßnahmen wie ein niedrigeres Tempolimit, erhöhte Zebrastreifen und eine angemessene Gefahrenbeschilderung sowie häufigere Kontrollen der Stadtpolizei und die Prüfung normgerechter Messanlagen.
„Zudem soll der bestehende Geh- und Radweg Richtung Norden verbessert und der Stadtviertelrat Zentrum-Bozner Boden-Rentsch gemeinsam mit den Anrainern in die Planung einbezogen werden. Wir dürfen nicht auf den nächsten Unfall warten. Ein gut sichtbarer Radfahrstreifen kostet wenig und verändert das Verhalten der Autofahrer“, betonen die beiden Gemeinderäte.




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