Brücke wurde bereits am Donnerstag angegriffen

Brücke in Kiew erneut von Drohne getroffen

Samstag, 03. Oktober 2026 | 09:22 Uhr

Von: importer

Russland hat nach ukrainischen Angaben erneut eine wichtige Brücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew beschädigt. Die Nordbrücke über den Fluss Dnipro sei bei den jüngsten russischen Luftangriffen getroffen worden und jetzt für den Verkehr gesperrt, sagte Bürgermeister Vitali Klitschko am Samstag. Berichte über Opfer gab es nicht. In den vergangenen Tagen war schon die Südbrücke mehrmals von russischen Drohnen getroffen worden.

Am Freitagabend war die Südbrücke in Kiew von einer russischen Kampfdrohne getroffen worden. Bürgermeister Klitschko wies darauf hin, dass die Brücke nach mehreren Angriffen sowohl für den Autoverkehr als auch für U-Bahnen gesperrt bleibe. Die Südbrücke war bereits am Donnerstag von drei Drohnen getroffen worden.

Nach russischen Angriffen wurden am Freitag in der Dreimillionenstadt mehrere Brücken über den Fluss Dnipro gesperrt. Neben der Südbrücke blieben am Nachmittag zwei weitere Brücken teilweise für den Verkehr gesperrt. Insgesamt sieben Brücken für U-Bahn, Eisenbahn und Straßenverkehr verbinden den Ost- und den Westteil Kiews.

Verletzte bei Angriffen

Im nordwestlich gelegenen Vorort Hostomel wurden am frühen Freitagabend zwei Menschen bei einem russischen Drohnenangriff verletzt. Wie Gouverneur Timur Tkatschenko auf Telegram weiter mitteilte, wurden mehrere Lagerräume getroffen und in Brand gesetzt. Nach offiziell unbestätigten Berichten brannten unter anderem Lagerhäuser eines Pharmahändlers mit Medikamenten. Eine Drohne traf den Bezirk Kiewskyi in Charkiw und verletzte dabei eine Person, teilte der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, auf Telegram mit.

Die Ukraine wehrt sich seit über viereinhalb Jahren gegen den Angriffskrieg Russlands. Angesichts festgefahrener Frontlinien im Osten der Ukraine ist das russische Militär dazu übergegangen, die ukrainischen Städte massiv anzugreifen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf dem russischen Militär vor, auf Anordnung von Kremlchef Wladimir Putin die Städte der Ukraine zu zerstören. “Aus Geheimdienstinformationen und von einigen Personen aus Putins Umfeld wissen wir, dass Putin Anfang September gesagt hat: ‘Jetzt gibt es keine Regeln mehr'”, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Russland habe die Ukraine nicht besetzen können. “Deshalb führen sie nun massive Angriffe durch und töten in großem Umfang.”

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