Von: Matthias Knapp
Bozen – Die aktuelle Entwicklung des Tourismus und seine künftige Ausrichtung standen im Mittelpunkt der Sitzung des Tourismusrates am 20. Oktober im Innenhof des Palais Widmann. Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter wichtiger Interessengruppen im und um den Tourismus nahmen daran teil. Breiter Konsens bestand darüber, dass der Tourismus in Südtirol insgesamt gut aufgestellt ist und positive Auswirkungen auf das gesamte Land hat. Als zentrale Stärke wurde die Qualität des Angebots hervorgehoben. Gleichzeitig gelte es, Entwicklungen aufmerksam zu beobachten und bei Bedarf gegenzusteuern.
“Wir haben die aktuellen Entwicklungen genau im Blick. Bei Themen wie der Besucherlenkung in touristischen Hotspots wurden bereits Lösungsansätze verfolgt. Weitere Maßnahmen werden dort folgen, wo sie notwendig sind. Entscheidend ist, die Qualität des Tourismus zu sichern und zugleich die Anliegen der Bevölkerung ernst zu nehmen”, betonte Tourismuslandesrat Luis Walcher.
Ein Schwerpunkt der Sitzung war die repräsentative Bürgerbefragung zum Tourismus. In diesen Wochen werden 1500 Südtirolerinnen und Südtiroler von einem Meinungsforschungsinstitut befragt. Ziel ist ein Gesamtbild davon, wie die Bevölkerung die touristische Entwicklung wahrnimmt. Die Befragung umfasst neun Themenblöcke und berücksichtigt 13 Mikroregionen, um sowohl die Situation in Südtirol insgesamt als auch die unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten abzubilden. “Wir wollen wissen, wie die Menschen den Tourismus erleben, wo sie Chancen sehen und wo Handlungsbedarf besteht. Die Ergebnisse liefern eine fundierte Grundlage, um regionale Besonderheiten zu verstehen und konkrete Maßnahmen für die Zukunft abzuleiten”, unterstrich Landesrat Walcher.
Weitere Themen waren die Besucherlenkung an stark frequentierten Ausflugszielen wie dem Pragser Wildsee, der Seceda, dem Karersee und in Villnöß sowie der Verkehr auf den Passstraßen, Hubschrauberflüge und das Wildcampen.
Auch Berufe rund um Gästebegleitung und Gästeführung waren Gegenstand der Sitzung: Bergführerinnen und Bergführer, Skiführer und Skiführerinnen, Skilehrerinnen und Skilehrer, Wanderleiter und Wanderleiterinnen, Fremdenführerinnen und Fremdenführer, Reiseleiterinnen und Reiseleiter leisten einen wesentlichen Beitrag zur Qualität des touristischen Angebots und zur Vermittlung regionaler Besonderheiten, wies Landesrat Walcher hin. Angesichts der zunehmenden Internationalisierung sollen diese Expertinnen und Experten künftig noch stärker als Botschafter und Botschafterinnen Südtirols positioniert werden.




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