Von: mk
Bozen – Martialische Aussagen in russischen Propaganda-Shows versetzen ängstliche Gemüter hier bei uns im Westen immer wieder in Alarmstimmung. Weil Russland bei seinem Angriffskrieg in der Ukraine trotz immenser Opfer kaum Fortschritte macht, bringen Scharfmacher in TV-Sendungen des Kremls immer wieder nukleare Angriffe ins Spiel. Doch China räumt nun mit dem Bluff auf.
„Was, wenn wir auf ukrainische Angriffe mit Atomwaffen reagieren?“ – solche Überlegungen werden immer wieder im russischen Fernsehen geäußert. Wie US-Regierungsbeamte bestätigten, schüre Moskau die Angst vor einer atomaren Eskalation gezielt in der Hoffnung, die USA und andere Verbündete würden ihre Unterstützung für die Ukraine zurückfahren.
Doch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte erst kürzlich Journalisten gegenüber, China habe Russland vor dem Einsatz von Atomwaffen gegen die Ukraine gewarnt, wie das Portal Politico berichtete.
Der ukrainische Präsident habe davon durch europäische Staats- und Regierungschefs beim NATO-Gipfel in Ankara erfahren. Die Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigte den Kern der Aussage später mit eigenen Quellen. Hochrangige chinesische Beamte hätten gegenüber einer westlichen Regierung im Vorfeld des NATO-Gipfels bestätigt, diese Botschaft an Moskau übermittelt zu haben, nicht einmal an einen Einsatz von Atomwaffen zu denken, hieß es.
Die US-Beamten erklärten, dass es derzeit keinerlei Anzeichen dafür gebe, dass Russland tatsächlich den Einsatz taktischer Atomwaffen vorbereite. Wahrscheinlichere Eskalationsschritte seien stattdessen eine zusätzliche Mobilisierung von Truppen oder verstärkte hybride Angriffe auf NATO-Staaten.
Weil Russland zunehmend von China abhängig wird, wird Moskau zunehmend geschwächt und weiter in die internationale Isolation getrieben – und die Entwicklung zeigt noch eines: Angst ist ein schlechter Ratgeber.




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