Von: Matthias Knapp
Bozen – Kathrin Werth und Zeno Oberkofler, Co-Sprecher der Grünen, sprechen Brigitte Foppa ihre volle Solidarität aus.
Die Landtagsabgeordnete hat in einem Video einen zeitgemäßen Umgang mit faschistischen Bauwerken in Südtirol thematisiert – sachlich, historisch eingeordnet und mit dem Ziel, sich mit den Zeugnissen der großen Diktaturen des 20. Jahrhunderts endlich auf wissenschaftlicher Basis zu befassen, statt sie weiterhin als Orte der Verherrlichung zu belassen. Die Reaktion darauf war ein Sturm an Hasskommentaren.
Dazu Kathrin Werth und Zeno Oberkofler: „Wenn man diese Kommentare liest, sieht man, dass viel zu viele Menschen immer noch nicht mit dem Faschismus aufgeräumt haben. Mit einem Senatspräsidenten, der die Büste von Mussolini stolz zu Hause präsentiert, fühlt man sich wahrscheinlich noch bestärkt, offen den Faschismus zu verherrlichen. Widerstand bleibt weiterhin eine demokratische Pflicht.“
Wie wir mit den Relikten des Faschismus umgehen, sei keine Nebensächlichkeit, sondern Ausdruck unserer demokratischen Kultur. Wer sich für eine historische Einordnung statt für ewige Polemik einsetzt, verdiene Rückhalt – keinen Hass.
Dazu Kathrin Werth: „Diese offen zur Schau getragene faschistische Haltung ist zutiefst schockierend und verlangt nach einer Verurteilung vonseiten aller demokratischen Parteien, egal welchen Lagers. Gerade wir in Südtirol dürfen hier nicht wegsehen oder solche Kommentare gar verharmlosen. Es gibt immer weniger lebende Zeitzeugen, die die Gräueltaten der großen Diktaturen miterlebt haben. Gleichzeitig steigt die Zahl der Leugner dieser geschichtlichen Tatsachen. Wenn nur mehr die steinernen Zeugen dieser Epoche zum Beweis des Geschehenen bleiben, ist es höchst an der Zeit, sich endlich damit zu befassen, wie wir damit umgehen wollen.“




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