Florian Gasser ist „Alumni of the Year“ der European Academy of Diplomacy

Feldthurner beim Warsaw Security Forum ausgezeichnet

Mittwoch, 21. Oktober 2026 | 16:35 Uhr

Von: Matthias Knapp

Warschau/Feldthurns – Der Feldthurner Dr. Florian Gasser ist am 13. Oktober 2026 beim Warsaw Security Forum mit dem „Alumni of the Year Award“ der European Academy of Diplomacy (EAD) ausgezeichnet worden. Bei der Verleihung in Warschau waren mehrere Botschafterinnen und Botschafter anwesend und im Vorfeld gab es einen Beitrag der Pulitzer-Preisträgerin Anne Applebaum.

Würdigung für Forschung, Lehre und europäisches Engagement

Bei der Verleihung wurde vom Laudator Zbigniew Pisarski (President der Casimir Pulaski Foundation) vor allem Gassers Engagement als Vizepräsident der Jungen Europäischen Volkspartei (YEPP) in den letzten Jahren hervorgehoben. In dieser Funktion hat er dazu beigetragen, wissenschaftliche Fakten und Forschungsergebnisse stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubringen. Gewürdigt wurde zudem seine internationale Mitgliedschaft im Young Network TransEurope, wo Wissenschaftler versuchen Strategien zu entwickeln um Frieden im Osten Europas zu unterstützen. In dieses Netzwerk werden jedes Jahr zehn junge Wissneschaftler für jeweils fünf Jahre gewählt.

Ebenso hervorgehoben wurde seine Lehr- und Forschungstätigkeit an drei Hochschulen: der Universität St. Gallen (HSG), der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der Freien Universität Bozen. An der HSG erhielt er 2026 den Best Teaching Award. An der ZHAW School of Management and Law ist Gasser derzeit Program Director des CAS Content Marketing sowie Forscher und Dozent und an der Universität Bozen ist er auch als Dozent tätig. Bereits 2025 wurde seine Dissertation von der Forschungsvereinigung Großhandel (ForveG) mit dem erstmals vergebenen Förderpreis für exzellente Nachwuchsforschung ausgezeichnet. An der European Academy of Diplomacy hat Gasser das „Executive Diploma in the Art of Diplomacy“ abgeschlossen. Zu den zahlreichen Stationen seines bisherigen Werdegangs zählen unter anderem der Abschluss von sechs Universitätsabschlüssen, ein Forschungsaufenthalt am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, ein Doktorat an der renommierten Universität St. Gallen und ein Auftritt als Panelist bei der Weltklimakonferenz COP28.

„Gute politische Entscheidungen brauchen belastbare Fakten. Mein Anliegen war und ist es, Forschung und Politik näher zusammenzubringen und das Allgemeinwohl ins Zentrum zu stellen“, sagt Gasser. „Wir in Südtirol wissen, wie wichtig Dialog und Brückenbauen sind. Genau diese Haltung kann Europa als Ganzes heute gut gebrauchen und vielleicht kann auch unsere Geschichte helfen, zukünftige Konfliktherde zu reduzieren“

Die Auszeichnung

Die European Academy of Diplomacy mit Sitz in Warschau bildet jedes Jahr knapp 70 Teilnehmende aus aller Welt aus. Mit dem „Alumni of the Year Award“ zeichnet sie jährlich eine Absolventin oder einen Absolventen aus, die oder der sich seit dem Abschluss in Diplomatie, internationalen Beziehungen, sozialem Unternehmertum oder zivilgesellschaftlichem Engagement besonders hervorgetan hat. Bewertet wird auch, inwieweit die Geehrten die Werte der Akademie verkörpern: Respekt und Dialog, Mitverantwortung, Befähigung und ethisches Engagement.

Das Forum

Das Warsaw Security Forum fand am 12. und 13. Oktober 2026 statt und zählt zu den größten Sicherheitskonferenzen Europas. Nach Angaben der Veranstalter nehmen jährlich über 2.500 Delegierte aus mehr als 90 Ländern teil. Zu den Rednern zählten in diesem Jahr Polens Ministerpräsident Donald Tusk und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Norwegen war Partnerland des Forums, Ministerpräsident Jonas Gahr Støre führte eine hochrangige Delegation an. Große Aufmerksamkeit erhielt der Auftritt des NATO-Oberbefehlshabers in Europa, General Alexus Grynkewich. Er stellte in Warschau erstmals öffentlich die neue NATO-Verteidigungsstrategie „Theory of Victory“ vor. Das Konzept sieht vor, einen möglichen Angriff in drei Schritten aufzuhalten, abzuschwächen und zurückzuschlagen. Tusk rief die EU und die transatlantischen Partner auf, die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen und Solidarität mit der Ukraine zu zeigen. Gegründet wurde das Forum 2014, um den Sicherheitsinteressen Mittel- und Osteuropas mehr Gewicht zu geben.

Bezirk: Bozen

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