Pamer setzt auf solidarische Gesellschaft

Gemeinden nehmen Familien mit Migrationshintergrund auf

Dienstag, 09. Juni 2026 | 08:49 Uhr

Von: mk

Bozen – Flüchtlingsfamilien, die derzeit in Hotels in der Landeshauptstadt untergebracht sind, sollen in Südtiroler Gemeinden angemessene Wohnmöglichkeiten finden, um – anfangs unterstützt und begleitet vom Sozialdienst – ein selbstständiges Leben in Südtirol aufbauen zu können. Mit der Verabschiedung der Richtlinien für den Dienst “Begleitetes Wohnen für Familien mit Migrationshintergrund” hat die Landesregierung Mitte Mai die Voraussetzungen dafür geschaffen.

Mit Stichtag 8. Juni haben 66 Gemeinden eine positive Rückmeldung gegeben. Davon haben insgesamt 44 Gemeinden mitgeteilt, eine geeignete Wohnung für eine Familie bereitstellen zu können. 22 weitere Gemeinden haben dem Landesamt für Kinder- und Jugendschutz und Soziale Inklusion, von dem die Rückmeldungen gesammelt werden, ihre Bereitschaft erklärt, weiter nach Wohnmöglichkeiten zu suchen und zu einem späteren Zeitpunkt bereitzustellen. 28 Gemeinden haben mitgeteilt, dass sie keine Möglichkeit haben, eine Familie mit Migrationshintergrund aufzunehmen.

Soziallandesrätin Rosmarie Pamer zeigt sich mit den Rückmeldungen aus den Gemeinden sehr zufrieden: “Wir sind auf eine sehr große Bereitschaft zur Aufnahme und Integration gestoßen, wofür ich den betroffenen Gemeinden sehr danke. Denn Integration kann nur gelingen, wenn sich alle daran beteiligen. Wir werden den Gemeinden weiterhin zur Seite stehen und sie in diesem Vorhaben unterstützen.” Man werde den Austausch unter den Gemeinden in diesem Bereich zudem weiter fördern: “Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Südtirol eine solidarische Gesellschaft ist, in der jede ihren und jeder seinen Platz findet”, sagt Pamer.

Bezirk: Bozen

Kommentare

Aktuell sind 6 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen