Stauder warnt vor pauschalen Verdächtigungen

“Gewalt bleibt Gewalt”

Freitag, 23. Oktober 2026 | 17:42 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen – Mit großer Verwunderung nimmt SVP-Landessekretär Harald Stauder die Stellungnahme der Seite „Qualität Bildung Südtirol“ zur Kenntnis. Diese hatte in einer Online-Stellungnahme auf Facebook den Vandalismus im Zuge der Proteste relativiert, indem sie schrieben, dass Vandalismus keine Gewalt darstelle.

Stauder wird deutlich: „Gewalt bleibt Gewalt. Marodierende Banden, die brandschatzend durch Städte ziehen, enorme Sachschäden verursachen, Diebstähle begehen, Unbeteiligte mutwillig gefährden und auf Ordnungskräfte losgehen, sind in erster Linie Straftäter und nicht einfach Jugendliche. Nennen wir die Dinge beim Namen: Weder das demokratische Demonstrationsrecht noch irgendein politisches Ziel rechtfertigen solche Ausschreitungen.“

Besorgniserregend sei es, wenn nun vonseiten einer Plattform wie „Qualität Bildung Südtirol“ relativierende Äußerungen folgten. Besonders übel nimmt Stauder der Plattform, dass sie Südtirols Jugend damit in eine Ecke dränge, in die sie keinesfalls gehöre.

„Ich frage mich ganz offen, welches Bild von der Jugend solchen Aussagen zugrunde liegt. Die jungen Menschen, mit denen ich zu tun habe, sind im Regelfall motiviert, engagiert, fleißig und tatkräftig. Sie in die Nähe solcher Täter zu rücken, ist schlichtweg eine Frechheit“, unterstreicht Stauder.

„Wer auch immer diese Zeilen im Namen von ‚Qualität Bildung Südtirol‘ verfasst hat, möge in sich gehen. Ich gehe davon aus, dass hier zumindest interner Klärungsbedarf besteht. Wir sprechen immerhin von einer Plattform, die zumindest den Anspruch erhebt, für Südtirols Lehrerinnen und Lehrer zu sprechen“, meint Stauder.

„Wenn in Südtirol friedlich demonstriert wird, bin ich der Erste, der dafür Verständnis zeigt, auch wenn die Jugend dabei laut wird. Wir leben –international gesehen – in bewegten Zeiten, und die Jugend hat jedes Recht, für ihre Zukunftschancen einzutreten. Dieses Anliegen teilen wir ausdrücklich. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass wir in Südtirol keine vergleichbaren Ausschreitungen befürchten müssen. Ich habe uneingeschränktes Vertrauen in die jungen Menschen und die Bevölkerung unseres Landes“, schließt der SVP-Landessekretär.

Bezirk: Bozen

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