Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Wohnen in Südtirol kostet – und es ist nicht nur der Preis der Wohnungen, der ins Geld geht. Auch Instandhaltung, Heizung und Kühlung belasten das Budget der Familien spürbar. Die Grünen Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler fordern daher: “Bei Neubauten müssen Stiegenhäuser wieder in geschlossener Bauweise errichtet werden. Das spart Energie und Kosten für die Reinigung.”
“Das alte Raumordnungsgesetz schrieb genau das vor. Aus gutem Grund: Ein unbeheiztes, offenes Treppenhaus entzieht den angrenzenden Wohnungen Wärme. Die Heizung muss stärker arbeiten, Energiekosten und Treibhausgasemissionen steigen. Kalte Luft, die durch undichte Stellen in die Wohnungen zieht, mindert zusätzlich den Wohnkomfort. Und wer in einem Mehrfamilienhaus wohnt, weiß: Offene Stiegenhäuser sind aufwändiger zu reinigen und zu pflegen. Das verursacht höhere Kosten für die Familien und manchmal sogar Nachbarschaftsstreit”, so die Grünen.
Im neuen Gesetz für Raum und Landschaft fehle eine entsprechende Vorschrift. “Offene Treppenhäuser zählen nicht zur Kubatur – was für Bauträger wirtschaftlich interessant sein kann, aber auf Kosten der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner geht. Im zuständigen Gesetzgebungsausschuss wurde der Vorschlag der Grünen zwar abgelehnt. Doch alle waren sich einig, dass es eine Lösung braucht. Deswegen wollen wir die Landesregierung über einen Beschluss des Landtags damit beauftragen”, so Rohrer. “Die allermeisten Menschen in Südtirol kaufen sich nur einmal eine Wohnung und zahlen jahrzehntelang ihren Kredit ab. Diese Menschen sollten für Betrieb und Instandhaltung der eigenen vier Wände nicht mit unnötigen Kosten belastet werden.”




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