"Parteipolitik in den Bergen am Herz-Jesu Sonntag beleidigt Festtag"

Heimatbund kritisiert Kandidatenvorstellung der SVP

Dienstag, 05. Juni 2018 | 19:06 Uhr

Bozen – Kritik an der Kandidatenvorstellung der SVP kommt vom Südtiroler Heimatbund.

“Es ist eine Beleidigung des Herz-Jesu-Sonntags, wenn eine Partei diesen großen Tiroler Festtag, der landauf und landab mit Prozessionen und dem Entzünden von Bergfeuern gefeiert wird, zur Vorstellung von Kandidaten missbraucht. Dass diese Vorstellung dann an diesem traditionsreichen Tag auch noch im Gebirge stattfindet, kann nur als billige Wahlwerbung bezeichnet werden. Wer vor den Wahlen mit großen Reden bei Schützenfesten auftretet und sich am Herz-Jesu-Sonntag als Kandidat präsentiert, glaubt scheinbar allen Ernstes, dass die Südtiroler alle an Demenz erkrankt sind”, so SHB- Obmann Roland Lang

“Es ist augenscheinlich, dass damit die Volkspartei damit ihr Versagen in der Volkstumspolitik in den vergangenen Jahren vertuschen will. Bestes Beispiel dafür sind die Bilder, die den Parteiobmann und den Landeshauptmann scheinbar besinnlich vor dem Grab von Magnago zeigen. Auch die Reden des Landeshauptmannes in Sarnthein beim Fest 60 Jahren Südtiroler Schützenbund und beim Alpenregionstreffen im Zillertal waren eindeutige Wahlreden zum Stimmenfang. Anstatt in den letzten 5 Jahren volkstumspolitsche Themen aufzugreifen, wurde Südtirol durch die SVP noch fester an Italien gebunden. Es wurden Kompromisse über Kompromisse mit Rom abgeschlossen, für eine Zentralisierung des Staates geworben und wichtige funktionelle Funktionen und Ämter wurden in der ersten Amtszeit von Kompatscher den Italienern geschenkt. Unter anderem der Posten des ersten Landeshauptmannstellvertreters . Der Herz Jesu Sonntag ist außerdem untrennbar verbunden mit jenen Frauen und Männern, die mit ihrem Einsatz in den sechziger Jahren die Weltöffentlichkeit auf das Südtirol- Problem aufmerksam machten. Mehr als taktlos ist eine Parteiveranstaltung im Gebirge auch ihnen gegenüber, die für ihre Heimatliebe mit Tod, Folter und Kerker gebüßt haben”, schließt Roland Lang.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

4 Kommentare auf "Heimatbund kritisiert Kandidatenvorstellung der SVP"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Marco schwarz
Marco schwarz
Grünschnabel
18 Tage 15 h

Lieber Herr Lang. Mach mal von aktuellen Themen reden, nicht von der Vergangenheit. Denn diese von ihnen angesprochenen Personen waren auch zu hoher Gewalt bereit, und mussten von den damaligen Politikern stark in ihren zurückgehalten werden, um schlimmstes zu vermeiden. Denn hätte es bei den Anschlägen Tote gegeben, dann wären wir ohne Autonomie da, dies zu ihren “Helden”. Dass nachherige Folter usw. auch nicht zu entschuldigen sind, ist klar. Dennoch tun sie selbst was für ihr Land. Das hätte der Heimatbund ja zu tun oder? Sonst würde er Fernderheimat-Bund heissen oder? Und ist Herz Jesu wirklich ihr einziges Argument?

enkedu
enkedu
Kinig
18 Tage 18 h

Der HB ist aber schon bald reaktionär unterwegs…

WM
WM
Universalgelehrter
18 Tage 16 h

Der svp ist nix zu blöd die will nur auf stimmenfang

herbstscheich
herbstscheich
Superredner
18 Tage 14 h

na dann all ihr aufrechten Madr- da hilft nur mehr beten !

wpDiscuz