Diesen Stimmzettel gilt es in Mecklenburg-Vorpommern auszufüllen

Hohe Beteiligung an deutschen Landtagswahlen

Sonntag, 20. September 2026 | 17:02 Uhr

Von: importer

Bei den Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hat sich am Sonntag eine hohe Beteiligung abgezeichnet. In der Hauptstadt lag sie am Nachmittag bei 27,9 Prozent, um viereinhalb Prozentpunkte mehr als 2023. In Mecklenburg-Vorpommern wurden 40,7 Prozent verbucht, um 8,2 Prozentpunkte mehr als 2021. Umfragen ließen ein Debakel für die CDU von Bundeskanzler Friedrich Merz erwarten, über dessen bevorstehende Ablöse heftig spekuliert wird.

Die Wahllokale hatten um 8.00 Uhr geöffnet und sollten um 18.00 Uhr schließen. Während die extrem rechte Alternative für Deutschland (AfD) im äußersten Nordosten des Landes ihren Siegeszug fortsetzen könnte, winkt in der Hauptstadt erstmals der postkommunistischen Linken der erste Platz. In der deutschen Hauptstadt Berlin sind rund 2,5 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen. In Mecklenburg-Vorpommern ganz im Nordosten sind rund 1,3 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen. In beiden Ländern dürfen erstmals auch 16- bis 18-Jährige wählen.

Derzeit regieren Schwarz-Rot in Berlin und Rot-Rot in Mecklenburg-Vorpommern

In Berlin regiert derzeit ein Bündnis aus CDU und SPD. Für eine Neuauflage reicht es letzten Umfragen zufolge nicht. Dort zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Linken und der CDU um Platz eins ab. Dahinter waren in Umfragen auch die Rechtsaußen-Partei AfD (Alternative für Deutschland), die Grünen und die SPD (Sozialdemokraten) zweistellig. Das populistische BSW kämpft um den Einzug ins Abgeordnetenhaus.

Mecklenburg-Vorpommern wird aktuell von einer Koalition aus der SPD und der Linken regiert. Laut Umfragen ist unsicher, ob es für eine Neuauflage reichen wird. Jüngste Umfragen sahen SPD und AfD in einem engen Rennen an der Spitze, die Linke mit Werten um zehn Prozent weit dahinter. Grüne und BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) müssen um den Einzug in den Landtag bangen, auch die CDU rutschte in Umfragen in die Nähe der Fünf-Prozent-Hürde.

Je nachdem wie die CDU abschneidet, könnte die Debatte über die politische Zukunft von Parteichef und Kanzler Merz erneut Fahrt aufnehmen. Seit Tagen wird darüber debattiert, ob er sich halten kann. Merz hat das CDU-Präsidium für Sonntagabend in die Parteizentrale in Berlin, das Konrad-Adenauer-Haus, eingeladen.

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