Von: APA/AFP/dpa
Irans Streitkräfte haben staatlichen Angaben zufolge am Donnerstag US-Zerstörer und US-Schiffe vor der Küste Bahrains mit Marschflugkörpern angegriffen. Das berichtete der staatliche Rundfunk. In Bahrains Hauptstadt Manama waren in der Nacht auf Donnerstag Explosionen zu hören gewesen. Das Innenministerium der Golfmonarchie forderte daraufhin Bürger und Einwohner auf, Ruhe zu bewahren und sich an einen sicheren Ort zu begeben.
Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, nach neuen US-Angriffen auf den Iran hätten sie “wichtige Infrastruktur und Einrichtungen” der US-Armee in Bahrain und Kuwait mit Raketen und Drohnen ins Visier genommen. Die iranische Führung warnte zugleich, sie werde ihre Angriffe bei weiteren US-Attacken auf andere Stützpunkte in der Region ausweiten.
Nach Angaben iranischer Staatsmedien bestätigten die iranischen Streitkräfte später Angriffe auf Ziele auch in Katar. Im Zuge von Attacken “gegen amerikanische Stützpunkte in der Region” seien ein Patriot-Raketenabwehrsystem in Kuwait, ein Frühwarnsystem in Katar und Treibstofftanks in Bahrain mit zahlreichen Kampfdrohnen ins Visier genommen worden, berichteten die Staatsmedien.
Die USA hatten in der Nacht auf Donnerstag zum zweiten Mal binnen 24 Stunden iranische Ziele angegriffen. Nach Angaben von CENTCOM wurden rund 90 Ziele im Iran ins Visier genommen. CENTCOM ist das für den Nahen und Mittleren Osten sowie Zentralasien zuständige Regionalkommando der US-Streitkräfte. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor am Rande des NATO-Gipfels in Ankara die mit Teheran vereinbarte Waffenruhe für beendet erklärt.




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