Von: importer
Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats hat Israels Regierungschef mit dem Tod bedroht. “Wir werden Benjamin Netanyahu, den Ministerpräsidenten des zionistischen Regimes, in die Hölle schicken”, sagte Mohsen Rezai am Donnerstagabend in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehen. Rezai wies außerdem Berichte zurück, wonach der Iran die Tötung von Barron Trump, einem der Söhne des US-Präsidenten geplant hätte.
Netanyahu habe mit der Verbreitung falscher Nachrichten Donald Trump in Angst versetzen wollen. Tatsächlich hatte ein iranischer Staatssender vor wenigen Tagen ein Video mit dem Titel “Wo kann man Barron Trump töten?” verbreitet.
Mohsen Rezai wurde Anfang August auf das mächtige Amt berufen. Er gilt als konservativer Hardliner und Skeptiker von Verhandlungen mit den USA. Bereits zu Beginn des Iran-Irak-Kriegs (1980-1988) machte er in den Revolutionsgarden Karriere und stieg zum Kommandant der Streitmacht auf.
Irans Außenminister: Diplomatie könnte wieder in Gang kommen
Irans Außenminister hat unterdessen im festgefahrenen Konflikt mit den USA die Tür für eine diplomatische Lösung weiter offen gehalten. “Es ist nicht unmöglich, die Diplomatie wieder auf Kurs zu bringen”, schrieb Abbas Araqchi auf der Onlineplattform X. Die USA müssten aber verstehen: “Druck funktioniert nicht. Die USA sollten Vertrauen aufbauen, respektvoll sprechen, unsere Rechte anerkennen und ihre Verpflichtungen einhalten”, fügte er hinzu.
In den vergangenen Tagen hatten regionale Staaten eine neue Runde diplomatischer Bemühungen begonnen. Am Montag war eine Delegation unter Leitung des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran. Am Dienstag folgte Omans Außenminister Badr al-Busaidi. Am Donnerstag traf sich Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani mit Araqchi.
Rund ein halbes Jahr nach Beginn des Iran-Kriegs steckt der Konflikt in einer Sackgasse. Iranischen Medienberichten zufolge stand bei den Gesprächen mit dem Oman vor allem eine mögliche Öffnung der Straße von Hormuz im Fokus. Der Iran fordert dafür von der US-Regierung Zugeständnisse, wie sie in einem Rahmenabkommen im Juni vereinbart worden waren. US-Präsident Donald Trump will den Iran unterdessen mit einem “Wirtschaftskrieg” unter Druck setzen. Die USA hatten Ende Februar gemeinsam mit Israel ihren Krieg gegen den Iran begonnen und das Land fast 40 Tage lang aus der Luft angegriffen.




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