Irans neuer Präsident Massoud Pezeshkian

Irans neuer Präsident will an Anti-Israel-Kurs festhalten

Dienstag, 09. Juli 2024 | 01:17 Uhr

Von: apa

Irans neu gewählter Präsident Massoud Pezeshkian will am Anti-Israel-Kurs seines Landes festhalten. In einem Schreiben an den libanesischen Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah erklärte er der Nachrichtenagentur Isna zufolge mit Blick auf Israel: “Die Unterstützung des Irans für die Widerstandsfront gegen das illegitime zionistische Regime wird mit Nachdruck fortgesetzt.”

Er hoffe, dass Gruppen wie die Hisbollah es nicht zulassen würden, dass Israel “seine kriegstreibende und kriminelle Politik gegen Palästina und andere Länder in der Region fortsetzt”, hieß es in seinem Schreiben weiter.

Der Iran ist der wichtigste Unterstützer der Hisbollah im Libanon. Die Schiitenmiliz kämpft politisch, aber auch mit Gewalt gegen Israel. Sie zählt zu Irans “Achse des Widerstands”.

Der im Iran als vergleichsweise moderat geltende Pezeshkian, der sich bei einer Stichwahl am Freitag gegen einen Hardliner durchgesetzt hatte, soll voraussichtlich Anfang August vereidigt werden. Wie viel Einfluss Pezeshkian etwa auf die Außenpolitik haben wird, hängt maßgeblich von Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei ab, dem mächtigsten Mann im Staat.

Trotz seiner für iranische Verhältnisse eher gemäßigten Rhetorik stellte sich Pezeshkian im Wahlkampf hinter die mächtigen Revolutionsgarden und lobte zum Beispiel auch den Angriff mit Drohnen und Raketen auf den Erzfeind Israel im April.

Kommentare

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3 Kommentare auf "Irans neuer Präsident will an Anti-Israel-Kurs festhalten"


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krokodilstraene
16 Tage 12 h

Im Hintergrund ziehen die Religionsführer die Fäden!!!

Und wer im Iran irgendwie an die Macht kommen will, muss sich mit denen gut stellen.
Deswegen kann er nie und nimmer “moderat” sein!!

Doolin
Doolin
Kinig
16 Tage 10 h

…”moderate” werden vom Wächterrat gar nicht zur Wahl zugelassen…das ist dort ähnlich wie in Russland…

Dolomiticus
Dolomiticus
Universalgelehrter
16 Tage 8 h

Falls sich jemand über seine Wahl als “moderat” gefreut und deshalb eine Wende im Iran nach westlichen Werten erwartet hatten – moderat liegt im Auge des Betrachters und unser Auge sieht nun mal anders als das iranische.

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